Falkensteiner

Hotelkette testet Trinkgeld-Pauschale

Hotelgäste von Falkensteiner zahlen per Pauschale ein Trinkgeld von zehn Euro pro Nacht – auf freiwilliger Basis.
Imago/Sven Simon
Hotelgäste von Falkensteiner zahlen per Pauschale ein Trinkgeld von zehn Euro pro Nacht – auf freiwilliger Basis.

In der Kreuzfahrt ist sie längst gang und gäbe: Eine Trinkgeld-Pauschale, die von den Gästen zusätzlich zum Reisepreis gezahlt werden muss. Nun testet auch eine Hotelkette dieses Modell mit zehn Euro pro Nacht – allerdings auf freiweilliger Basis.

Das Modell setze die Falkensteiner Hotelgruppe seit gut einem Jahr in einigen ihrer Häuser ein, teilt das Unternehmen mit. Das nun ausgewertete Feedback auf die Trinkgeld-Pauschale sei sowohl vonseiten der Kunden wie auch der Mitarbeiter sehr positiv.

Grund für den Versuch sei, dass in der Hotellerie immer seltener mit Bargeld bezahlt werde. Das wirke sich auch auf das Trinkgeld für das Personal aus. Wo früher unkompliziert ein paar Euro in bar gegeben worden seien, falle dies in Zeiten von Karten- und Handyzahlung in der Regel weg: Bezahlt werde nur noch der Rechnungsbetrag.

Damit seien die Trinkgeld-Einnahmen der Mitarbeitenden geschrumpft. Mit dem Pilotmodell der freiwilligen Trinkgeld-Pauschale wolle man es Gästen wieder einfacher machen, die Zahlungen an die Mitarbeiter zu leisten.

Dabei würde pro Nacht ein Trinkgeld in Höhe von zehn Euro angesetzt. Darüber würden die Gäste bereits vor Anreise und dann erneut beim Check-in informiert. Sie hätten die Möglichkeit, es abzulehnen. Auch beim Check-out werde dann noch einmal nachgefragt, ob das Trinkgeld gezahlt werden soll oder nicht. Zudem könnten die Gäste die Höhe des Betrags jederzeit ändern.

"Mehr als 80 Prozent unserer Gäste begrüßen die Moglichkeit des unkomplizierten Trinkgeldgebens und geben oft auch mehr als die zehn Euro pro Zimmer und Nacht", sagt Otmar Michaeler, CEO der Falkensteiner Michaeler Tourism Group (FMTG). Die Pauschale soll zudem für eine gerechtere Verteilung des Trinkgelds sorgen. Bislang hätten vor allem jene profitiert, die direkt mit dem Gast in Kontakt sind. Für die Verteilung sorge ein spezielles Trinkgeld-Komitee.

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