Wegen Airbnb und Booking.com

Neue EU-Regeln für Kurzzeitunterkünfte

In der EU sollen bald neue Regeln für Kurzzeitvermietungen gelten.
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In der EU sollen bald neue Regeln für Kurzzeitvermietungen gelten.

In der EU sollen offenbar neue Regeln für Kurzzeitvermietungen von Unterkünften eingeführt werden. Es soll unter anderem der Datenaustausch zwischen Online-Plattformen und Behörden verbessert werden.

Um Fairness zu gewährleisten und den Wettbewerb anzukurbeln, hat die EU-Kommission am 7. November eine Reihe von Vorschriftsentwürfen vorgelegt, die kurzfristige Vermietungen an Touristen regulieren und den Behörden helfen sollen, eine ausgewogene Tourismusentwicklung sicherzustellen.

Die Empfehlungen sehen unter anderem vor, dass Online-Plattformen wie Airbnb und Booking.com einmal im Monat automatisch Daten über die Anzahl der gemieteten Nächte und der Gäste mit den Behörden teilen.

Gleichzeitig werden die EU-Staaten aufgefordert, die Umsetzung der Regeln zu überwachen und bei Nichteinhaltung Sanktionen zu verhängen.

"Die vorgeschlagenen neuen Vorschriften werden dazu beitragen, die Transparenz bei der Identifizierung und Tätigkeit von Gastgebern von Kurzzeitunterkünften und den Vorschriften, die sie einhalten müssen, zu verbessern, und werden die Registrierung von Gastgebern erleichtern. Sie werden auch die derzeitige Fragmentierung in der Art und Weise, wie Online-Plattformen Daten austauschen, angehen und letztendlich dazu beitragen, illegale Auflistungen zu verhindern. Insgesamt wird dies zu einem nachhaltigeren Tourismusökosystem beitragen und seinen digitalen Übergang unterstützen", heißt es offiziell von der EU-Kommission.

Es soll unter anderem eine Optimierung des Datenaustauschs zwischen Online-Plattformen und Behörden erfolgen. Die Mietbuchungen im Airbnb-Stil sind in der EU in der ersten Jahreshälfte des Jahres gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 138 Prozent auf 200 Mio. Übernachtungen gestiegen.

Der europäische Dachverband des Gaststättenwesens (Hotrec) begrüßte den Vorschlag als wichtigen Schritt und Gelegenheit, gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Anbieter von Unterkünften zu schaffen.

Im vergangenen Monat sagte der griechische Tourismusminister Vassilis Kikilias, dass offizielle Schreiben an Plattformen zur Vermietung von Touristenunterkünften wie Booking.com und Expedia gesendet werden, in denen sie aufgefordert werden, ihre Werbepolitik in Bezug auf Hotels und Vermietungen im Airbnb-Stil anzupassen, so "Greek Travel Pages". Der Schritt erfolgte nach wiederholten Aufrufen griechischer Tourismus- und Gastgewerbeverbände an die Regierung, gegen illegale Operationen vorzugehen.

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