Wintersturm in den USA

Schnee, Eis und lebensbedrohliche Kälte

In Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio waren die Straßen kaum noch befahrbar.
Imago/USA Today Network
In Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio waren die Straßen kaum noch befahrbar.

Die USA bereiten sich auf einen "historischen" Wintersturm kurz vor den Weihnachtsfeiertagen vor.

Eine arktische Kaltfront erreicht in der Nacht von Donnerstag auf Freitag über Teile im Osten Landes hinwegziehen, warnte der US-Wetterdienst. Das Sturmtief werde extreme Kälte, heftige Schneefälle und Eiswind bringen. US-Medien warnten unter Berufung auf Wetterexperten vor der möglichen Entstehung eines besonderen und schweren Sturms, einem sogenannten "Bombenzyklon".

Bei Verkehrsunfällen infolge des Wintersturms sind im US-Bundesstaat Kansas drei Menschen ums Leben gekommen. Ursache seien Schnee und eisglatte Straßen gewesen, teilte die Polizei laut einem Bericht der Zeitung "USA Today" mit. Angesichts frostiger Temperaturen sei der Zustand der Straßen vielerorts weiter sehr schlecht.

Teilweise werde es so kalt, dass innerhalb von Minuten Erfrierungen drohten, warnten die Behörden. Für fast 280 Mio. Menschen gebe es eine Wetterwarnung in irgendeiner Form. Betroffen ist vor allem der Norden und der mittlere Westen des Landes – aber auch der Süden der USA. Für die Bundesstaaten Louisiana, Teile von Mississippi, Alabama und Texas wurde extreme Frostwarnung ausgerufen. In manchen Teilen des Landes werden "lebensbedrohliche" Temperaturen bei starken Winden erwartet.

Vielerorts werden außerdem rekordverdächtige Niedrigtemperaturen erwartet. Dieser Sturm werde wahrscheinlich weitreichende Auswirkungen auf den Reiseverkehr haben, Stromausfälle aufgrund der zu erwartenden starken Winde und Schneefälle bringen und zu erheblicher Vereisung führen, so der Wetterdienst.

Für viele Menschen, die über Weihnachten zu ihren Familien reisen wollen, dürfte das schwierig werden. Medienberichten zufolge wurden am Donnerstag und für Freitag Tausende Flüge gestrichen. Die Flughäfen in Chicago und Detroit gehören zu den wichtigsten Drehkreuzen des Landes, dort wird mit schlimmen Schneestürmen gerechnet. Starke Winde, Regen und Eis könnten auch Autobahnen und Flughäfen in den Ostküsten-Metropolen Washington DC, Philadelphia, New York und Boston beeinträchtigen.

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