Wegen Omikron-Variante

Frankreich verschärft seine Corona-Regeln

Die Regierung in Paris setzt ab Mitte Januar auf 2G im ganzen Land.
Getty Images
Die Regierung in Paris setzt ab Mitte Januar auf 2G im ganzen Land.

Angesichts von Rekordzahlen bei den Corona-Infektionen will die französische Regierung die 2G-Regel für Veranstaltungen, Restaurants oder Fernreisen einführen. Ab dem 15. Januar 2022 soll ein negativer Test für den landesweiten Corona-Pass nicht mehr anerkannt werden.

Noch muss das Parlament der geplanten Verschärfung zustimmen. Aber die Umstellung bedeutet für die Mehrzahl der Menschen, dass sie eine Auffrischimpfung benötigen. Diese kann ab sofort drei Monate nach der Immunisierung erfolgen.

Spätestens nach sieben Monaten war sie bereits Pflicht für den Corona-Pass. Die meisten Geschäfte in Frankreich sind allerdings – anders als in Deutschland – weiterhin ohne einen Impfnachweis zugänglich.

Als weitere Schritte gegen die erwartete Welle von Corona-Infektionen mit der hoch ansteckenden Omikron-Variante kündigte Premierminister Jean Castex eine Maskenpflicht in den Innenstädten an. Bei Kultur- und Sportveranstaltungen wird die Zuschauerzahl drinnen auf 2000 und draußen auf 5000 begrenzt.

Eine Homeoffice-Pflicht greift in den Betrieben, wo die Arbeit von zu Hause möglich ist, während der ersten drei Januarwochen an drei Tagen in der Woche – wo es möglich ist, auch an vier Tagen. Der Konsum von Getränken und Essen im Nahverkehr, in Sportstätten und in Kinos wird untersagt, in Restaurants darf nur noch im Sitzen getrunken und gegessen werden.

Impfungen sollen forciert werden

Mit diesen Maßnahmen sollen die Impfung beschleunigt und sollen auch Ungeimpfte erreicht werden. Neun von zehn Menschen, die für eine Impfung infrage kommen, sind in Frankreich geimpft. Zuletzt lag die Sieben-Tage-Inzidenz, das heißt die Zahl der registrierten Infektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche, bei 712. Die Zahl der Erkrankten stieg, wenn auch moderat, weiter an.

Die Schulen sollen in Frankreich unterdessen wie geplant am 3. Januar wieder öffnen, Distanzunterricht sei nicht geplant. Auch in der Silvesternacht werde es keine Ausgangsbeschränkungen geben, sagte der Premierminister. Bis Ende der Woche werde über ein Verkürzen der Quarantänepflicht entschieden, damit Infektions- und Kontaktfälle das Wirtschaftsleben nicht mehr als nötig ausbremsten.

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