Warnung vor "Flächenbrand"

BTW appelliert an Kanzleramt wegen Fachkräftemangels

Sören Hartmann, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft
Svea Pietschmann
Sören Hartmann, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft

Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft fordert eine grundsätzliche Reform des Einwanderungsgesetzes, um den Personalmangel der Tourismuswirtschaft zu lindern, und warnt vor Corona-Einschränkungen im Herbst.

BTW-Präsident Sören Hartmann umschreibt den Fachkräftemangel in der Tourismuswirtschaft als "Flächenbrand". Er fordert von der Bundesregierung eine Reform des Einwanderungsgesetzes.



Einwanderungsverfahren seien zu vereinfachen, die Beschaffung von Visa zu beschleunigen sowie neue rechtliche Möglichkeiten der gezielten Erwerbsmigration zu schaffen. Zudem sollte laut Hartmann die Westbalkan-Regel entfristet und das auf 25.000 Arbeitskräfte begrenzte Kontingent so schnell wie möglich ausgeweitet werden.

"Das Thema muss jetzt Chefsache im Bundeskanzleramt werden, sonst verharrt eine für Deutschland relevante Branche mit drei Millionen Beschäftigten weiterhin im Krisenmodus", so Hartmann.



Darüber hinaus warnt Hartmann davor, im Herbst neue Corona-Einschränkungen einzuführen. "Nur so können wir die kleinen und mittelständischen Unternehmen stärken und eine weitere Fluktuation in andere Branchen verhindern", meint er.

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