Verbraucherstimmung

GfK sieht Konsumklima vor Trendwende

Das Konsumklima fällt nicht mehr weiter – trotz dem allgemein erwarteten Beginn einer Rezession. Der Einkaufsbummel – hier an der Modemeile an der Schadowstraße in Düsseldorf – ist wieder angesagt.
Imago/Michael Gstettenbauer
Das Konsumklima fällt nicht mehr weiter – trotz dem allgemein erwarteten Beginn einer Rezession. Der Einkaufsbummel – hier an der Modemeile an der Schadowstraße in Düsseldorf – ist wieder angesagt.

Nach mehreren Rekordtiefs in Folge hat sich die Stimmung der Verbraucher in Deutschland etwas stabilisiert.

Das Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK prognostiziert für November einen leichten Anstieg des Konsumklimas um 0,9 Punkte auf minus 41,9 Punkte. Vor Beginn der Corona-Pandemie lag dieser Wert vergleichsweise konstant bei plus 10 Punkten.

"Es ist momentan sicherlich zu früh, von einer Trendwende zu sprechen. Die Situation bleibt für die Konsumstimmung sehr angespannt", sagte der GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. "Solange die Inflation hoch bleibt und Zweifel an einer uneingeschränkten Energieversorgung bestehen, wird sich das Konsumklima nicht spürbar und nachhaltig erholen können", sagte Bürkl. Inwieweit die staatlichen Maßnahmen zur Deckelung der Energiekosten greifen werden, müsse sich erweisen.

Etwas optimistischer sind die Deutschen bei der Einkommenserwartung geworden. Hier verzeichnete die GfK gegenüber dem Vormonat ein Plus von 7,2 Punkten. Dennoch liegt der Wert mit einem Minus von 84 Punkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch extrem niedrig. Die Forscher führen das vor allem auf den Kaufkraftverlust durch die hohen Preise zurück.

Die Lust der Verbraucher zur Ausgabe größerer Geldbeträge stieg den Forschern zufolge um zwei Punkte, liegt aber ebenfalls noch klar im Minus. Die Erwartungen hinsichtlich der Konjunktur in Deutschland hat sich indessen noch etwas weiter verschlechtert und sank um 0,3 Punkte. "Die Verbraucher gehen davon aus, dass Deutschland in eine Rezession rutschen wird", resümieren die GfK-Forscher.

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