Venezuela

Auch Aeromexico streicht Caracas

Noch eine große Fluggesellschaft steuert Venezuela nicht mehr an: Aeromexico.
Aeromexico
Noch eine große Fluggesellschaft steuert Venezuela nicht mehr an: Aeromexico.

Die internationalen Flugverbindungen von und nach Venezuela trocknen weiter aus. Nun stellt auch Aeromexico die Bedienung von Caracas ein.

Die mexikanische Fluggesellschaft Aeromexico stellt ihre Verbindung in das krisengeschüttelte Venezuela ein. Wegen des „schwierigen wirtschaftlichen Umfelds“ werde die Airline die Hauptstadt Caracas auf unbestimmte Zeit nicht mehr anfliegen, teilte Aeroméxico mit. Zuletzt hatten bereits Lufthansa, Alitalia, die brasilianische Gol und Tame aus Ecuador ihre Flüge nach Venezuela eingestellt. Von August an will auch die chilenisch-brasilianische Airline Latam Caracas nicht mehr anfliegen.

Wegen der hohen Inflation und strikten Devisenkontrollen können Fluggesellschaften in Venezuela kaum noch Erlöse erzielen. Der Staat bietet den Airlines in der Regel nur einen sehr schlechten Wechselkurs an, der zu hohen Verlusten bei den in der Landeswährung Bolívar verkauften Tickets führt. In die Heimatländer der Fluggesellschaften können die Gewinne auch nicht einfach überwiesen werden. Nach Angaben des Internationalen Luftverkehrsverbands Iata hält Venezuela 3,8 Mrd. US-Dollar der Airlines zurück. (dpa)

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