USA-Flüge

Bordkarte mit Kürzel SSSS sorgt für Extrakontrolle

Nicht nur die Gepäckkontrollen fallen bei der USA-Einreise mitunter penibel aus. Manche Reisende müssen auch intensive Befragungen und Leibesvisitationen über sich ergehen lassen.
CBP
Nicht nur die Gepäckkontrollen fallen bei der USA-Einreise mitunter penibel aus. Manche Reisende müssen auch intensive Befragungen und Leibesvisitationen über sich ergehen lassen.

Einige Reisende erwartet eine zusätzliche Kontrolle bei der Einreise. Sie sind für die US-Heimatschutzbehörde aus einem oder mehreren Gründen verdächtig.

Manch ein USA-Reisender findet auf seiner Bordkarte ein seltsames Kürzel: SSSS. Der Vermerk steht für „Secondary Security Screening Selection“. Wer diesen findet, sollte sich auf eine lange Kontrollprozedur einstellen und Geduld zeigen.

Ein besonderes Merkmal der Kontrollen seien persönliche Befragungen durch Sicherheitspersonal, das von den US-Behörden gestellt oder beauftragt wird, erläutert der Luftverkehrsexperte Cord Schellenberg. Die Befragungen sind vor dem Abflug am Check-in-Schalter oder auch am Boarding-Gate möglich. Häufiger werden SSSS-Passagiere nach der Landung in den USA in abgeschirmten Räumen befragt.

Und wer bekommt den Vermerk auf die Bordkarte? Grundsätzlich sind es Passagiere, die irgendwie verdächtig sind. „Aufgrund welcher Maßstäbe die US-Behörden zusätzliche Kontrollen speziell ausgewählter Fluggäste anordnen, ist nicht bekannt“, sagt Schellenberg. Denn das würde potenziell vertrauensunwürdige Reisende warnen und somit dem Sinn der Kontrollen widersprechen.

Laut dem Experten spielen wohl mehrere Faktoren eine Rolle: der Name, die Reisegewohnheiten, vorbestellte Mahlzeiten, Sitzplatz-Auswahl, Art und Zeitpunkt der Buchung sowie Zahlungsweise des Tickets. Verdächtig könnte sich etwa jemand machen, der sein Ticket bar zahlt, von einem Dritten buchen lässt und keinen Rückflug hat. (dpa)

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