Unruhen in Peru

Zug- und Busverkehr zum Machu Picchu ausgesetzt

Nachdem der Zugverkehr in Peru eingestellt wurde, bleibt es still an der sonst so überlaufenen Inka-Stätte Machu Picchu.
Gettyimages
Nachdem der Zugverkehr in Peru eingestellt wurde, bleibt es still an der sonst so überlaufenen Inka-Stätte Machu Picchu.

Aufgrund der anhaltenden Unruhen in Peru müssen sich Reisende weiterhin auf massive Einschränkungen einstellen. Der Zugverkehr zum Machu Picchu und in andere Städte wurde bis auf Weiteres ausgesetzt. Das sollte außerdem bei Reisen in die Andenregion beachtet werden.

Seitdem der linksgerichtete, peruanische Präsident Pedro Castillo am 7. Dezember 2022 aufgrund innenpolitischer Verwirrungen seines Amtes enthoben wurde, herrscht in Peru der Ausnahmezustand. Auch nach Wochen häufen sich Unruhen, gewalttätige Proteste und Demonstrationen. Für die Bevölkerung wurde der landesweite Notstand ausgerufen. Auch Reisende müssen weiterhin mit massiven Einschränkungen im Verkehr und in touristischen Einrichtungen rechnen. Diese betreffen nun auch populäre Sehenswürdigkeiten wie die Inka-Stätte Machu Picchu.

Wie das Auswärtige Amt mitteilte, fahren bis auf Weiteres keine Züge mehr nach Machu Picchu sowie auf den Strecken zwischen Cusco, Titicacasee, Juliaca und Arequipa. Die einzige Möglichkeit, die Inka-Ruinenstadt zu erreichen, ist eine dreitägige Trekking-Tour über den Inka-Trail. Grund für die Entscheidung sind die unbefristeten Streiks von Gewerkschaften, Verbänden und lokalen Organisationen, die seit dem 4. Januar in der Region Cusco anhalten. Es muss gerade in den südlichen Regionen rund um Cusco, Arequipa und Punomit mit Straßenblockaden und teils gewalttätigen Demonstrationen gerechnet werden. 

Mittlerweile haben auch Fernbusse die Fahrten in den Süden des Landes vollständig eingestellt. Dies betrifft unter anderem die Städte Ica, Tacna, Arequipa, Cusco, Puno und Puerto Maldonado. Zwar werden die Flughäfen in dem südamerikanischen Land nach wie vor betrieben, doch es kommt immer wieder zu Ausfällen. Unter anderem musste am vergangenen Wochenende der Betrieb am Airport der Großstadt Juliaca vorübergehend eingestellt werden, nachdem Demonstranten den Flughafen besetzen wollten.

Nach wie vor rät das Auswärtige Amt vor nicht notwendigen Reisen nach Peru ab. Von Reisen in die Regionen Arequipa, Apurímac und Cusco mit der Inkastätte Machu Picchu wird sogar "dringend abgeraten".

Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Bahnverkehrs gibt es bei der zuständigen peruanischen Eisenbahn-Gesellschaft Perurail.

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