Um ein Jahr verlängert

EU-Covid-Zertifikate bis Mitte 2023 gültig

Bis mindestens 30. Juni 2023 bleibt das digitale EU-Corona-Zertifikat anwendbar.
Bundesregierung
Bis mindestens 30. Juni 2023 bleibt das digitale EU-Corona-Zertifikat anwendbar.

Die Vertreter des Europaparlaments und der Regierungen der Mitgliedsländer der Europäischen Union haben sich darauf geeinigt, die Gültigkeit der Gesundheitsnachweise um ein Jahr bis zum 30. Juni 2023 zu verlängern.

Innerhalb der Europäischen Union (EU) und Europas insgesamt erlauben derzeit zwar die meisten Staaten eine Einreise ohne jedwede pandemiebedingten Beschränkungen. Und auch im Alltagsleben sind Impf-, Genesungs- oder Testnachweise kaum noch gefordert. Zugleich befürchten jedoch Mediziner angesichts der gestrichenen Maßnahmen eine mögliche Ausbreitung neuer Virusvarianten – in Portugal etwa erreicht die Inzidenz mittlerweile wieder 2000er-Werte mit vergleichsweise hohen Hospitalisierungs- und Totenzahlen.

Damit droht eine Wiedereinführung von 3G-Regeln im Herbst dieses Jahres, sollte es europaweit zu einer erneuten Verschärfung der Lage kommen. Für diesen Fall hat die Europäische Union nun die Gültigkeit des digitalen EU-Covid-Zertifikats verlängert – bis zum 30. Juni 2023.

Hinzu kommt, dass die meisten Länder außerhalb Europas für Einreisen weiterhin den Nachweis über eine vollständige Impfung, über die Genesung oder einen negativen Corona-Test verlangen. Dabei wird in aller Regel das EU-Zertifikat anerkannt. In Deutschland handelt es sich dabei um den CovPass oder die Corona-Warn-App.

Die Zertifikate sollen es erlauben, das Reisen in Corona-Zeiten auch in Zukunft so unkompliziert wie möglich zu machen, heißt es von Seiten der EU-Politiker. Mittels eines QR-Codes lässt sich mit ihnen nachweisen, ob man entweder gegen Covid-19 geimpft wurde, negativ auf Corona getestet wurde oder von Corona genesen ist. Die digitale Version kann auf einem mobilen Gerät gespeichert werden, zudem gibt es meist auch die Möglichkeit, eine Papierfassung auszudrucken.



Die EU-Kommission hatte die Verlängerung der EU-Regeln für die Zertifikate bereits im Februar vorgeschlagen. Sie begründete dies damit, dass das Corona-Virus in Europa nach wie vor weit verbreitet ist und die Auswirkungen eines möglichen Anstiegs der Infektionen im zweiten Halbjahr 2022 oder des Auftretens neuer Varianten kaum abzusehen sind.

Durch die Verlängerung der Verordnung könnten Reisende auch weiterhin ihr digitales Covid-Zertifikat der EU nutzen, falls Mitgliedstaaten bestimmte Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit beibehielten.

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