Überfall vor Kruger Park

Deutscher Tourist in Südafrika getötet

Der Krüger Nationalpark mit seiner faszinierenden Tierwelt – darunter zahlreiche Löwen – zieht jedes Jahr Zehntausende von Touristen an.
FVW Medien/MAJ
Der Krüger Nationalpark mit seiner faszinierenden Tierwelt – darunter zahlreiche Löwen – zieht jedes Jahr Zehntausende von Touristen an.

In Südafrika ist ein deutscher Tourist bei einem Raubüberfall erschossen worden. Der Urlauber war gemeinsam mit weiteren Reisenden auf dem Weg in den berühmten KrUfer-Nationalpark.

Eigentlich sollte es ein entspannter Urlaub in einem der schönsten Nationalparks Afrikas werden. Auf dem Weg in den Krüger Nationalpark jedoch gerieten vier deutsche Touristen in ihrem Auto in einen versuchten Raubüberfall, der für den Fahrer der Gruppe tödlich endete.


Die vier Urlauber waren laut dpa auf dem Weg zur Mdluli Safari Lodge, die im Süden des Kruger-Nationalparks liegt. Auf der Zufahrtsstraße, etwa 35 Kilometer vor dem Numbi Gate, über das viele Touristen den Nationalpark erreichen, wurde der Hyundai der deutschen Touristen von drei bewaffneten Angreifern gestoppt. "Die Täter forderten die Touristen auf, die Fahrzeugtüren zu öffnen", erklärte Selvy Mohlala, Sprecher der südafrikanischen Polizei.

Der Fahrer habe jedoch alle Türen verriegelt, bevor er mit dem Auto noch rund 100 Meter zurückgesetzt und gegen eine Mauer geprallt sei. Einer der Angreifer eröffnete das Feuer und schoss dem Fahrer des Wagens durch die Scheibe in den Oberkörper. Der 67-Jährige starb noch am Tatort. Angaben zu seinem Alter oder der genauen Herkunft machten die Ermittler zunächst nicht.

Der Zwischenfall ist ein schwerer Schock für die südafrikanische Tourismusbranche, die sich nach der Corona-Pandemie endlich wieder zu erholen schien. "Wir sehen wieder mehr internationale Touristen, die unser Land besuchen", sagte Oupa Pilane, stellvertretender Vorsitzender des Southern African Tourism Services Association (Satsa), der Deutschen Presse-Agentur.


Die regionale Fremdenverkehrskammer hofft auf eine schnelle Aufklärung des Vorfalls. Dazu soll auch eine nun ausgelobte Belohnung in Höhe von 50.000 Südafrikanischen Rand (umgerechnet etwa 2800 Euro) beitragen, die zur Verhaftung der weiter flüchtigen Angreifer führen.

Der deutsche Botschafter in Südafrika, Andreas Peschke, bedankte sich unterdessen im südafrikanischen Radio für die Bemühungen der südafrikanischen Behörden, den Vorfall schnell aufzuklären. Er verwies auf den großen Anteil deutscher Urlauber am südafrikanischen Tourismusmarkt.

Und dieser soll noch größer werden, denn die Lufthansa-Tochter Eurowings Discover nimmt November einen Flug über das namibische Windhuk nach Mpumalanga, der noch mehr Touristen in den Kruger-Nationalpark bringen soll. "Gerade auch deshalb ist es wichtig, die Sicherheit unserer Touristen zu schützen", sagte der Botschafter.


In Südafrika ist die Kriminalitätsrate weiterhin hoch. Eine kürzlich veröffentlichte Polizeistatistik des Landes zeigt, dass die Mordrate im Land im ersten Quartal dieses Jahres um 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Überfälle lagen 14 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Betroffen sind allerdings vor allem Einheimische. Das deutsche Auswärtige Amt warnt etwa vor Überfällen bei Autobahnfahrten im städtischen Umland. Das Ministerium empfiehlt, bei Überfällen keine Gegenwehr zu leisten, da die Täter zumeist bewaffnet sind.

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