Trotz einer Welle der Gewalt

Mexiko steuert auf neuen Besucherrekord zu

Die Halbinsel Yucatán ist beliebt bei Touristen – sie gilt als vergleichsweise sicher.
Gettyimages
Die Halbinsel Yucatán ist beliebt bei Touristen – sie gilt als vergleichsweise sicher.

Für Mexiko war das vergangene Jahr das blutigste in der jüngeren Geschichte. Die Touristen schreckt das nicht ab. Das Land steuert auf einen neuen Besucherrekord zu.

Trotz der angespannten Sicherheitslage in Mexiko steuert das lateinamerikanische Land auf einen neuen Besucherrekord zu. Bereits im ersten Quartal kamen 10,6 Mio. ausländische Urlauber nach Mexiko, wie das Tourismusministerium am Sonntag mitteilte. Das waren 12,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Touristen brachten dem Land demnach Einnahmen von 6,2 Mrd. Dollar, 7,2 Prozent mehr als im ersten Quartal 2017.

Im vergangenen Jahr machten 39 Mio. Menschen Urlaub in Mexiko und spülten über 20 Mrd. Dollar in die Kassen. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftssektor in dem lateinamerikanischen Land. In diesem Jahr will Mexiko die Besucherzahl weiter steigern und auf den sechsten Platz der meistbesuchten Länder der Welt vorrücken.

Allerdings wird das Land derzeit von einer beispiellosen Welle der Gewalt überrollt. Mit mehr als 29.000 Tötungsdelikten war das vergangene Jahr das blutigste in der jüngeren Geschichte Mexiko. Zuletzt sorgte der Fall eines deutschen Radlers für Entsetzen. Der Mann war bei einem mutmaßlichen Raubüberfall erschossen worden. Die bei Touristen beliebten Regionen wie die Halbinsel Yucatán oder der Bundesstaat Baja California Sur gelten aber noch als vergleichsweise sicher und Urlauber werden nur selten Opfer von Verbrechen. (dpa)

Sie können diese Nachricht nicht mehr kommentieren.

stats