Grenzschließungen

Welche Reisen in nordische Länder wieder möglich sind

Der arktische Vogelzug lockt jedes Jahr zahlreiche Vogelbeobachter nach Südostfinnland. Jetzt hat das Land seine Grenzen geschlossen.
Thomas Halloran
Der arktische Vogelzug lockt jedes Jahr zahlreiche Vogelbeobachter nach Südostfinnland. Jetzt hat das Land seine Grenzen geschlossen.

Nach der vorübergehenden Öffnung haben viele nordische Länder ihre Grenzen wieder geschlossen. Erste Länder lassen jedoch die Einreise für vollständig geimpfte Personen zu.

Angesichts der erneuten Ausbreitung von Covid-19 in Europa haben viele nordische Länder ihre Grenzen wieder geschlossen beziehungsweise verhängen Zwangsquarantäne für Einreisende. Finnland etwa ist bereits seit 28. September 2020 verriegelt, Norwegen seit Ende Januar 2021. Dänemark macht strenge Test- und Quarantänepflichten zur Voraussetzung, erlaubt Geimpften jedoch ab Mai 2021 die freie Einreise.

Islands Regierung hat inzwischen alle Länder weltweit als Hochrisikogebiete eingestuft und verlangt drei PCR-Tests sowie Quarantäne-Pflicht. Vor Reisen nach Schweden wird weiterhin wegen sehr hoher Infektionszahlen gewarnt.

Die Übersicht im Einzelnen:

Dänemark: Freie Einreise für Geimpfte

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Dänemark wird aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt.

Von nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Grönland und die Färöer wird vor dem Hintergrund geltender Einreisebeschränkungen abgeraten.

Dänemark ist weiterhin von Covid-19 betroffen. In allen Regionen mit Ausnahme von Grönland und den Färöern überschreitet die Zahl der Neuinfektionen 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb ganz Dänemark als Risikogebiet eingestuft wurde.

Einreise: Dänemark nimmt seit dem 21. April 2021 eine nach Ländern und Regionen differenzierte Risikobewertung in die Kategorien „gelb“, „orange“ und „rot“ vor, welche wöchentlich aktualisiert wird. Deutschland ist aktuell als „orange“ eingestuft. Ausländer mit Wohnsitz in Ländern der Kategorie „orange“ und „rot“ dürfen nur bei Nachweis eines wichtigen Grundes nach Dänemark einreisen. Einreisen zu touristischen Zwecken werden in diesem Fall nicht gestattet.

Die jeweils geltenden Regeln und die Einstufung der Risikogebiete werden auf dem dänischen Behördenportal veröffentlicht.

Für Einreisende - per Flugzeug, über Land und See - gilt derzeit grundsätzlich die Pflicht, bei der Einreise einen negativen COVID-19-Test (PCR-Test oder Antigentest) vorzulegen, der maximal 48 Stunden vor Einreise vorgenommen wurde. Bei Flugreisen darf dieser Test maximal 48 Stunden vor Einstieg in das Flugzeug des ersten Fluges auf der Flugroute vorgenommen worden sein. Kinder bis einschließlich 12 Jahre sind von der Testpflicht ausgenommen.

Personen, die von einer vorausgegangenen COVID-19-Infektion genesen sind, können auch einen positiven COVID-19-Test vorlegen, wenn dieser Test zwischen 14 Tagen und acht Wochen vor dem Flug vorgenommen wurde.

Weiterhin haben sich alle Einreisende einer 10-tägigen häuslichen Quarantäne (Selbstisolation) zu unterziehen, die frühestens vier Tage nach der Einreise durch einen weiteren, negativ ausfallenden PCR-Test verkürzt werden kann.

Außerdem besteht für alle Einreisenden die Pflicht zur Durchführung eines COVID-19-Tests spätestens 24 Stunden nach Einreise. Bei Einreise auf dem Luftweg muss dieser Test vor Verlassen des Flughafens erfolgen. Von diesen Regelungen sind Kinder unter 15 Jahren jeweils ausgenommen.

Vom Erfordernis eines anerkannten Einreisegrundes und der Test- und Quarantänepflicht sind vollständig geimpfte Personen mit Wohnsitz in EU- und Schengenländern befreit, sofern das Land nicht in die „rote“ Kategorie fällt. Voraussetzung ist, dass die Impfung mit einem durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassenen Impfstoff erfolgt ist und die letzte Impfdosis mehr als zwei Wochen, aber höchstens 180 Tage vor Reisebeginn in einem EU oder Schengenland verabreicht wurde.

Der Impfnachweis muss Angaben zum Namen, Geburtsdatum, Art des Impfstoffes, Impfstatus und Impfdatum (1. und 2. Impfung, sofern Zweitimpfung erforderlich) enthalten. Kinder (unter 18 Jahren) vollständig geimpfter Personen dürfen miteinreisen; für 15-17-jährige Kinder bleibt die Testpflicht vor und nach Einreise bestehen.

Daneben gelten verschiedene Ausnahmen von der Test- und Quarantänepflicht, u.a. für Bewohner des Grenzlandes (Schleswig-Holstein) und Grenzpendler. Bewohner des Grenzlandes dürfen bei Vorlage eines negativen COVID-19-Tests (PCR-Test oder Antigentest), der bei Einreise nicht älter als 24 Stunden ist, ohne Nachweis eines wichtigen Grundes einreisen. Mit einem wichtigen Grund werden auch negative COVID-19-Tests (PCR-Test oder Antigentest) akzeptiert, die maximal 72 Stunden vor Einreise vorgenommenen wurden.

Ausländer mit Wohnsitz in Ländern der Kategorie „orange“ und „rot“ nur bei Nachweis eines wichtigen Grundes nach Dänemark einreisen. Einreisen zu touristischen Zwecken werden in diesem Fall nicht gestattet. Ausländer, die aus einem wichtigen Grund nach Dänemark einreisen, wie z.B. Warentransport, dürfen die Quarantäne zur Wahrnehmung des anerkannten Zwecks verlassen.

Detaillierte Informationen zu wichtigen Gründen, sowie Ausnahme- und Sonderregelungen stellen die dänischen Behörden auf ihrem Informationsportal bereit.

Die Einreise über die deutsch-dänische Landgrenze ist wieder an allen Grenzübergängen möglich. Es erfolgen Stichprobenkontrollen bei der Einreise nach Dänemark.

Für Fragen zum Thema Einreise nach Dänemark hat die dänische Polizei eine Hotline unter +45 7020 6044 (Mo-Mi 8-16 Uhr, Do 8-15 Uhr, Fr 8-14 Uhr) eingerichtet.

Nichtdänischen Staatsangehörigen, die deutliche Symptome von COVID-19 zeigen wird die Einreise nach Dänemark auch bei Vorliegen eines triftigen Grundes für die Reise verwehrt. Dies gilt auch, wenn ein negativer COVID-19-Test vorgelegt wird.

An Flughäfen, Grenzübergängen und zahlreichen weiteren Standorten im Land sind für Einreisende Testzentren eingerichtet. Nähere Informationen zur Vornahme von Tests findet man auf dem Informationsportal der dänischen Behörden.

Durch- und Weiterreise: Reisenden wird unabhängig vom Wohnsitz die Durchreise erlaubt, wenn sie im Zielland einen triftigen Grund für die Reise haben. Die Durchreise in das Heimatland beziehungsweise Land des ständigen Wohnsitzes ist generell erlaubt. Entsprechende Nachweise müssen vorgelegt werden. Die Pflicht zur Vorlage eines negativen Covid-19-Tests (PCR- oder Antigentest) gilt auch für Transitreisende, es sei denn, diese halten sich nur im Transitbereich des dänischen Flughafens auf.

Weitere Informationen bieten die dänischen Behörden. Bei Durchreise durch Dänemark müssen die Einreisebestimmungen des Ziellandes beachtet werden. Nachbarländer wie Schweden und Norwegen lassen eine Einreise aus Dänemark nur bedingt zu. Es gibt weiterhin grenzüberschreitende Verkehrsverbindungen, auch per Zug und Flugzeug, die Auswahl der Flugverbindungen ist jedoch reduziert. Eine Platzreservierung ist in allen Fern- und Regionalzügen der Dänischen Bahn erforderlich.

Färöer

Reisen auf die Färöer sind grundsätzlich möglich. Reisenden wird empfohlen, innerhalb von drei Tagen vor der Einreise einen PCR-Test vornehmen zu lassen. Darüber hinaus erfolgt unabhängig von Reisegrund und Herkunftsland bei Einreise ein PCR-Test. Bis zum Vorliegen des Testergebnisses sind Reisende verpflichtet, sich umgehend in häusliche Quarantäne zu begeben. Ein zweiter Test ist nach sechs Tagen vorgesehen. Mehr Informationen zu Einreise- und Quarantäne-Bestimmungen bieten die Regierung und Gesundheitsbehörden der Färöer.

Grönland

Einreisen nach Grönland sind für Touristen bis 2. Mai nicht möglich. Die Ausreise aus Grönland ist weiterhin grundsätzlich möglich. Bei zwingend nötigen nicht-touristischen Reisen wird ein negatives Ergebnis eines PCR-Tests zur Einreise benötigt. Der Test muss in einem nordischen Land (zum Beispiel Dänemark oder Island) durchgeführt worden sein. Zusätzlich ist eine mehrtägige häusliche Selbstisolation von bis zu 14 Tagen erforderlich. Wenn ein erneuter Test, der fünf Tage nach Einreise durchgeführt wird, negativ ausfällt, kann die Selbstisolation vorzeitig beendet werden. Weitere Informationen zu Einreise- und Quarantänebestimmungen bietet Visit Greenland.

Finnland: Grenzen dicht

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Region Päijät-Häme wird gewarnt.

Von nicht notwendigen, touristischen Reisen in die übrigen Landesteile wird derzeit abgeraten.

Die Covid-19 Neuinfektionen sind regional unterschiedlich. Schwerpunkt ist die Region Päijät-Häme. Hier überschreitet die Inzidenz 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb diese Region als Risikogebiet eingestuft wurden.

Einreise: Die Modalitäten einer Einreise nach Finnland hängen vom Infektionsgeschehen im Herkunftsland ab, das den epidemiologischen Grenzwert von 25 Neuinfektionen pro 100.000 Personen innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen nicht überschreiten darf. Die finnischen Behörden überprüfen diesen Wert regelmäßig. Der Grenzwert ist für Deutschland deutlich überschritten.

Für alle Schengen-Staaten, darunter Deutschland, gelten daher Einreisebeschränkungen für die Einreise nach Finnland. Das bedeutet, dass nicht notwendige, touristische Reisen nach Finnland nicht gestattet sind. Weiterhin einreisen dürfen nur:
- Finnische Staatsangehörige und ihre Familienangehörigen,
- Inhaber von Aufenthaltsgenehmigungen,
- in Finnland Studierende,
- Diplomaten und Personal internationaler Organisationen,
- Militärpersonal,
- Personen, die internationalen Schutz benötigen und
- Personen im Rahmen sonstigen wesentlichen und gerechtfertigten Verkehrs (zum Beispiel dringende persönliche oder geschäftliche Gründe).

Für sie gilt eine Regelung zur 10-tägigen Selbstisolierung nach Einreise. Die Selbstisolierung kann reduziert werden, wenn aus einem epidemiologischen Risikogebiet kommende Reisende zwei negative PCR-Tests vorweisen können. Der erste Test muss bereits vor, beziehungsweise bei Einreise gemacht werden und darf nicht älter als 72 Stunden sein. Der zweite Test muss 72 Stunden nach Einreise erfolgen.

Es bestehen für Reisende aus Deutschland Reisebeschränkungen bei Ein- und Durchreise.

Island: Tests und Quarantäne

Von nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Island wird aufgrund bestehender Quarantäneregelungen abgeraten.

Island war von Covid-19 stärker betroffen, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist jedoch zuletzt gesunken.

Einreise: Island hat alle Länder als Hochrisikogebiete eingestuft. Reisende müssen vor der Abreise nach Island ein Registrierungsformular ausfüllen, das unter anderem Kontaktdaten, Flug- und Aufenthaltsdaten sowie Informationen zum Gesundheitszustand und zu Voraufenthalten abfragt.

Für alle Reisenden gilt grundsätzlich die Pflicht, bei der Einreise einen negativen PCR-Test vorzulegen, der maximal 72 Stunden vor Abflug vorgenommen wurde. Ausgenommen hiervon sind Kinder, die im Jahr 2005 oder später geboren wurden.

Alle Reisenden müssen zudem einen PCR-Test bei Einreise durchführen lassen und sich dann für fünf Tage in häusliche Quarantäne begeben, bevor sie sich einem weiteren PCR-Test unterziehen. Erst nach Erhalt eines negativen Testergebnisses darf die Quarantäne beendet werden, im Falle eines positiven Testergebnisses wird eine Isolation angeordnet.

Seit dem 27. April 2021 wird bei Einreisen aus von Island besonders eingestuften Hochrisikogebieten mit einer 14-Tages-Inzidenz auf 100.000 Einwohner über 700 ausnahmslos die Unterbringung in einer regierungsseitig betreuten Quarantäneunterkunft angeordnet. Es gilt zudem ein Einreiseverbot aus diesen Ländern für ausländische Staatsangehörige, die sich dort in den letzten 14 Tagen länger als 24 Stunden aufgehalten haben. Ausnahmen gelten u.a. für Ausländer, die ihren Wohnsitz in Island haben. Ausführliche Informationen auf der Webseite der isländischen Polizeibehörde.

Bei Einreisen aus Ländern, in denen die 14-Tages-Inzidenz zwischen 500 und 699 liegt, ist die Unterbringung in einer regierungsseitig betreuten Quarantäneunterkunft grundsätzlich angeordnet, eine Ausnahmegenehmigung kann jedoch spätestens zwei Tage vor Einreise über das Registrierungsformular beantragt werden, wenn eine geeignete häusliche Quarantäneunterkunft nachgewiesen werden kann.

Bei Einreisen aus Ländern, in denen die 14-Tages-Inzidenz unter 500 liegt, wird die Unterbringung in der staatlichen Quarantäneunterkunft nur angeordnet, wenn keine geeignete häusliche Unterkunft vorliegt. Seit 7. Mai 2021 betrifft dies auch Einreisen aus Deutschland. Gleiches gilt, wenn die Quarantäne gebrochen wird. Die freiwillige Unterbringung in der staatlichen Quarantäneunterkunft ist möglich.

Für Kinder gilt derzeit grundsätzlich die gleiche Regelung wie für Erwachsene.

Von der Quarantäne befreit sind Reisende, die nachweislich von einer Covid-19-Infektion genesen sind. Die isländische Gesundheitsbehörde informiert über die Anforderungen an das bei der Einreise vorzulegende Zertifikat aus EU/EWR-Ländern, dessen Anerkennung von der abschließenden Entscheidung der isländischen Grenzbehörde abhängt.

Auch der Nachweis einer Impfung gegen Covid-19 befreit von der Quarantäne. Die isländische Gesundheitsbehörde informiert über die Anforderungen an den bei der Einreise vorzulegenden Impfnachweis. Die Anerkennung hängt aber von der abschließenden Entscheidung der isländischen Grenzbehörde ab.

Derzeit müssen jedoch auch Einreisende mit einem Impfzertifikat oder dem Nachweis einer überstandenen Covid-19-Infektion einen PCR-Test bei Einreise vornehmen lassen. Das Ergebnis ist in der Häuslichkeit abzuwarten. Im Falle eines positiven Testergebnisses wird eine Isolation angeordnet.

Aktuelle Informationen zu den Einreisebestimmungen und den Quarantäneregeln bietet der  isländische Zivilschutz.

Durch- und Weiterreise: Transitreisen über Island (ohne Aufenthalt im Land) sind möglich und unterliegen keinen Quarantänebestimmungen. Transitaufenthalte im Land unter 48 Stunden sind ohne PCR-Test, aber nur in einer Quarantäne-Unterkunft möglich. Für Weiterreisen nach Nordamerika gelten die Reise- und Sicherheitshinweise für die USA.

Norwegen: Grenzen dicht

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Provinzen Agder, Oslo, Vestfold og Telemark und Viken wird vor dem Hintergrund hoher Infektionszahlen gewarnt.

Von nicht notwendigen, touristischen Reisen in die übrigen Provinzen Norwegens wird derzeit vor dem Hintergrund geltender Quarantäneregelungen abgeraten.

Norwegen ist von Covid-19 regional unterschiedlich betroffen. Regionale Schwerpunkte sind Stadt und Großraum Oslo sowie die Provinzen Agder, Viken und Vestfold og Telemark. Dort überschreitet bzw. überschritt zuletzt die Zahl der Neuinfektionen 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb diese Regionen als Risikogebiete eingestuft sind.

Einreise: Norwegen hat seine Grenzen bis auf weiteres geschlossen.

Die Einreise ist nur noch für Reisende möglich, die einen festen Wohnsitz in Norwegen nachweisen können. Dieser Nachweis ist durch einen Auszug aus dem Folkeregister mit der Eintragung "bosatt" zu führen. Belege über ein Wohnverhältnis oder auch einen Arbeits- beziehungsweise Studienplatz in Norwegen allein genügen nicht, eben so wenig, wie der Nachweis einer D-Nummer.

Es sind wenige Ausnahmen vorgesehen, unter anderem für Besuche des engsten Verwandtenkreises (minderjährige Kinder, Ehegatten). Details zu den Ausnahmeregeln sind auf dieser Internetseite der norwegischen Regierung zu finden.

Seit dem 17. März gilt bei der Einreise beziehungsweise Rückkehr nach Norwegen die Pflicht zur Quarantäne in einem Quarantänehotel, es sei denn, der Auslandsaufenthalt war dringend notwendig. Informationen über die Erforderlichkeit von Negativtests und Quarantäne-Regelungen für Reisende, die unter Ausnahmen fallen, bieten die norwegischen Behörden.

Durch- und Weiterreise: Bei Einreisen aus Deutschland und anderen als Risikogebieten klassifizierten Ländern muss grundsätzlich die Quarantäne am Einreiseort in einem von der Gemeinde designiertem Quarantänehotel durchgeführt werden.

Schweden: Hochrisikogebiet

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Schweden wird aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt.

Schweden ist von Covid-19 sehr stark betroffen. Landesweit überschreitet die Zahl der Neuinfektionen 200 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb Schweden als Gebiet mit besonders hohem Infektionsrisiko (Hochinzidenzgebiet) eingestuft wird.

Einreise: Bei Einreise muss ein negatives Covid-19-Testergebnis vorgelegt werden. Zwischen der Probenabnahme und dem Grenzübertritt dürfen höchsten 48 Stunden liegen. Es werden Ergebnisse von PCR-, LAMP- und Antigen-Tests akzeptiert. Das Testzertifikat muss folgende Informationen enthalten: Name der getesteten Person, Zeitpunkt der Probenabnahme, Art des Testes (PCR-, Lamp- oder Antigen-Test), Testergebnis, Aussteller des Zertifikats. Zertifikate werden in englischer, schwedischer, norwegischer oder dänischer Sprache akzeptiert (siehe auch Behörde für öffentliche Gesundheit Folkhälsomyndigheten).

Die Nicht-Einhaltung dieser Voraussetzungen, also zum Beispiel die Überschreitung des 48-Stunden-Zeitraums oder die Vorlage eines Testergebnisses in deutscher Sprache, führt erfahrungsgemäß zur Zurückweisung an der Grenze.

Von dem Erfordernis der Vorlage eines negativen Covid-19-Tests sind unter anderem schwedische Staatsangehörige, Minderjährige, Personen mit dauerhaftem Wohnsitz in Schweden, Personal des Güter- und Warenverkehrs sowie des Transportsektors, Grenzpendler (müssen einmal pro Woche einen Test vornehmen lassen), Seefahrer und Einreisende aus dringenden familiären Gründen ausgenommen.

Entsprechende Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis der Vorlage eines negativen Covid-19-Tests müssen mit aussagekräftigen Unterlagen an der Grenze belegt werden können. Die Gesundheitsbehörde empfiehlt auch diesem Personenkreis, der unter eine Ausnahmeregel fällt, sich bei der Einreise testen zu lassen und für sieben Tage abzusondern.

Weitere Informationen zum Testerfordernis und Einreisebeschränkungen aus Drittstaaten veröffentlicht die schwedische Regierung und die schwedische Polizei. Alle Reisenden (auch Personen, die vom Erfordernis der Vorlage eines negativen Covid-19-Tests befreit sind) sollten den Empfehlungen der Behörde für öffentliche Gesundheit für Einreisende folgen.

Durch- und Weiterreise Die Durchreise durch Schweden ist eingeschränkt möglich, wobei die Einreisebestimmungen des Ziellandes beachtet werden müssen. Zur Einreise in Norwegen beziehungsweise Finnland informieren die Reise- und Sicherheitshinweise für Norwegen und Finnland.

Zu Ein-, Durch- und Rückreise auf dem Land-, Luft und Seeweg über Dänemark informieren die Reise- und Sicherheitshinweise für Dänemark und die deutsche Botschaft in Kopenhagen.
Mehr zum Thema
stats