Thomas Müller von Rainmaker Travel

Online-Kontrolle zurück für Hotels und Destinationen

Thomas Müller will die Sichtbarkeit von kleinen Betrieben im Internet erhöhen.
Rainmaker Travel
Thomas Müller will die Sichtbarkeit von kleinen Betrieben im Internet erhöhen.

Der Chef der in Afrika gegründeten Agentur Rainmaker, Thomas Müller, sieht kleine Tourismusanbieter und Destinationen von der Vormacht der digitalen Giganten bedroht. Ziel müsse sein, dass mehr Einnahmen vor Ort verbleiben. Wie das gehen soll, will er auf dem fvw|TravelTalk Kongress erläutern.

Als Müller 2016 nach Berufserfahrungen bei IT-Unternehmen und auch TUI und Thomas Cook in Namibia Rainmaker Travel gründete, waren seine ersten Kunden Betreiber von Lodges und kleine Hotels. "Die hatten oft wenig Erfahrung mit Online-Marketing und außerhalb der Portale und Veranstalter kaum eine eigene Sichtbarkeit im Internet", berichtet er.

Aber auch größere Unternehmen und bekannte Destinationen sind seiner Meinung nach zu sehr abhängig von anderen. So zehrten die Provisionen für Portale wie Booking.com schnell 60 bis 80 Prozent des Deckungsbeitrags auf.
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Inzwischen arbeitet Müller von Kapstadt aus, zumindest bis Corona kam. Es werde oft verkannt, wie schnell die digitale Entwicklung in einigen Regionen Afrikas voranschreite und in Kapstadt gebe es eine sehr aktive Gründerszene mit einer Aufbruchstimmung wie im Silicon Valley.

Als die Corona-Pandemie 2020 Südafrika erreichte, konnte Müller wegen der Reiserestriktionen zeitweilig nicht mehr von Europa aus heimreisen und machte aus der Not eine Tugend. Er gründete eine Niederlassung von Rainmaker in Oberstdorf im Allgäu, zwei deutsche Destinationen sind nach seinen Worten inzwischen Kunde. Als Country Manager DACH von Rainmaker fungiert Cornel Scheuerl.

Ob Lodges in Afrika oder mittelständische Hotels in Europa, die Probleme seien oft die gleichen meint, Müller. "Unser Zel ist es, mehr Tourismuseinnahmen in den Destinationen und damit bei den Anbietern zu belassen, damit diese wirtschaftlich stabiler und nachhaltiger wirtschaften können." Müller spricht davon, man müsse "Technologie und Digitalisierung demokratisieren und damit jedem noch so kleinen Unternehmen die Möglichkeit geben, perfekt in der digitalen Welt aufgestellt zu sein."

Wie das gehen soll und wie kleine Unternehmen ohne die Online-Marketing-Kompetenz und Budgets großer Mitbewerber sich ein Stück weit unabhängiger von den großen Plattformen machen können, erläutert Müller als Live-Gast im Hamburger TV-Studio von fvw|TravelTalk auf dem Kongress am 1. und 2. September.

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