Test vor Ankunft entfällt

Auch Neuseeland erleichtert die Einreise

Kaum ein Land hat so viele Naturschauspiele zu bieten wie Neuseeland, hier ein kochender See in Waimangu auf der Nordinsel.
Imago / YAY Images
Kaum ein Land hat so viele Naturschauspiele zu bieten wie Neuseeland, hier ein kochender See in Waimangu auf der Nordinsel.

Nach den USA streicht nun auch Neuseeland die Test-Nachweispflicht für Einreisende. Von kommender Woche an müssen sie keinen negativen Corona-Test mehr vorlegen. Pflicht bleiben zwei Tests nach Ankunft.

Die Regel entfalle per 20. Juni 2022 und damit einen Monat früher als geplant, teilt die neuseeländische Regierung jetzt mit. "Wir haben bei der Wiedereröffnung unserer Grenzen einen sorgfältigen und schrittweisen Ansatz gewählt", sagte die für den Kampf gegen Covid-19 zuständige Ministerin Ayesha Verrall. "Unsere Strategie hat funktioniert, und daher ist es sicher, die Testanforderungen vor der Abreise viel früher aufzuheben als geplant."

Besucher müssen aber weiter einen Selbsttest nach der Ankunft vornehmen sowie einen weiteren am fünften Tag des Aufenthalts. Bereits seit Anfang Mai dürfen Besucher aus 60 visabefreiten Ländern ("visa-waiver countries") in den Pazifikstaat einreisen, darunter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Am 31. Juli 2022 will Neuseeland dann die Grenzen erstmals wieder für Reisende aus aller Welt öffnen – sogar zwei Monate früher als ursprünglich geplant.



Das Land mit seinen fünf Millionen Einwohnern galt lange als Vorzeigestaat im Kampf gegen das Virus. Der Inselstaat hatte sich im März 2020 weitgehend von der Außenwelt abgeschottet und verfolgte zeitweise eine sogenannte Null-Covid-Strategie. Mittlerweile hat das Land aber wegen der hoch ansteckenden Omikron-Variante mehr als 1,2 Mio. Fälle verzeichnet.

Die Neuinfektionsrate liegt derzeit bei 760 pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen – und damit höher als in Deutschland (480). Die höchsten Corona-Inzidenzen weltweit verzeichnen derzeit Taiwan mit 1900 und Portugal mit 1100. In Europa stärker betroffen sind außerdem San Marino und Gibraltar.

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