Tegel-Weiterbetrieb

Runder Tisch soll Lösung bringen

Eine Mehrheit der Berliner votierte für den Weiterbetrieb des Flughafens Tegel.
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Eine Mehrheit der Berliner votierte für den Weiterbetrieb des Flughafens Tegel.

Gibt es doch noch einen gangbaren Weg, um den Weiterbetrieb des Flughafens Tegel zu realisieren? Das soll nun ein Runder Tisch klären.

Nach dem erfolgreichen Volksentscheid für den Weiterbetrieb des Berliner Flughafens Tegel hat Regierungschef Michael Müller (SPD) einen Runden Tisch mit einem Schlichter angekündigt. Unter Leitung einer „neutralen Persönlichkeit“ sollen dort alle Fragen rund um eine mögliche Offenhaltung des Flughafens geprüft werden, sagte Müller nun im Berliner Abgeordnetenhaus. Das Gremium werde nach dem Vorbild des Schlichtungsverfahrens beim umstrittenen Bahnprojekt Stuttgart 21 unabhängig, transparent und ergebnisoffen arbeiten können und mit den notwendigen Mitteln ausgestattet.

Der Runde Tisch solle Senat und Parlament Bericht erstatten, „ob und wie eine Offenhaltung des Flughafens Tegel rechtssicher möglich ist und welche Schritte als nächstes einzuleiten sind“. Das Stuttgarter Schlichtungsgremium war vom früheren CDU-Politiker Heiner Geißler angeführt worden. Er ist am 12. September im Alter von 87 Jahren gestorben. Beim Volksentscheid am Sonntag hatten 56,1 Prozent der Berliner für den Weiterbetrieb des innerstädtischen Flughafens gestimmt, der eigentlich nach Eröffnung vom neuen Hauptstadt-Airport BER schließen soll. Der rot-rot-grüne Senat ist weiter gegen eine Offenhaltung, wie Müller betonte. Er will aber nach dem Bürgervotum alle Möglichkeiten nochmals überprüfen. (dpa)

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