Taschendiebstahle bei der Bahn

Dreiste Langfinger unterwegs

Unübersichtliche Situationen an Bahnhöfen nutzen zunehmend professionelle Diebesbanden.
DB AG Uwe Miethe
Unübersichtliche Situationen an Bahnhöfen nutzen zunehmend professionelle Diebesbanden.

Die Wahrscheinlichkeit, an Bahnhöfen oder in Zügen beklaut zu werden, wird größer. Die Diebe agieren häufig hoch professionell in Gruppen.

Die Zahl der Taschen- und Gepäckdiebstähle in Bahnhöfen und Zügen hat erneut deutlich zugenommen. Im vergangenen Jahr waren es nach Angaben der Bundespolizei 44.800 Taten, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. Das ist im Vergleich zum Jahr davor ein Anstieg um rund ein Viertel. Davor – von 2013 auf 2014 – hatte es schon einen Anstieg von einem Fünftel gegeben.

Nach Angaben der Bundespolizei handele es sich oft um professionelle Täter, die international auf Beutezug gehen. Sie agieren arbeitsteilig in Gruppen von drei bis sechs Personen. Ein Täter beobachtet die Umgebung. Einer lenkt das Opfer ab, ein Dritter langt zu, wie etwa beim Hilfetrick: Während der eine Täter das Opfer um Hilfe beim Lesen des Fahrplans bittet, lässt sein Komplize Koffer oder Taschen des Opfers mitgehen.

Die Bundespolizei empfiehlt zum Selbstschutz, nicht offen mit Bargeld zu hantieren und Geld, Kreditkarten, Papiere sowie andere Wertsachen stets eng am Körper am besten in verschlossenen Innentaschen zu tragen. Auch im Zug sollten sich Fahrgäste nicht so sicher wie im eigenen Wohnzimmer fühlen. (dpa)

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