Streit zwischen Wiesn-Chef und Wirten

Keine Bierpreisbremse beim Oktoberfest

Wird auf der Wiesn keine Maß weniger getrunken, wenn der Bierpreis weiter steigt? Das glaubt zumindest Münchens SPD-Oberbürgermeister Dieter Reiter.
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Wird auf der Wiesn keine Maß weniger getrunken, wenn der Bierpreis weiter steigt? Das glaubt zumindest Münchens SPD-Oberbürgermeister Dieter Reiter.

Wiesn-Chef Josef Schmid wollte den Bierpreis beim kommenden Oktoberfest deckeln. Doch der Münchner Stadtrat lehnte diesen Plan nun ab. Zuvor hatten die Wiesn-Wirte heftig gegen die Pläne protestiert.

Die Oktoberfest-Wirte können weiter den Preis für die Maß Bier selbst bestimmen. Nach einer heftigen Debatte ist die von Wiesnchef Josef Schmid (CSU) geplante Bierpreisbremse vom Münchner Stadtrat kassiert worden. Auch dem Vorschlag für einen zusätzlichen Tag zur Verlängerung des Volksfestes verweigerten die Stadträte ihre Zustimmung. Schmid wollte den Bierpreis für drei Jahre bei 10,70 Euro deckeln, dem Höchstpreis des Vorjahres.

Die Vorschläge Schmids gehörten zu einem geplanten Paket von Maßnahmen, bei dem es um die Finanzierung zusätzlicher Sicherheitsvorkehrungen wegen der Terrorgefahr geht. Das Paket soll insgesamt gut fünf Millionen Euro kosten. Schmids Argument: Um zu verhindern, dass die Wirte ihre erhöhten Ausgaben aufgrund der Umsatzpacht auf die Gäste umlegen, brauche es die Bierpreisbremse. Um den Wirten wiederum als Ausgleich zusätzliche Umsätze zu ermöglichen, sollte es nach dem Willen des CSU-Politikers den Zusatztag geben.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagte nach der Debatte, er sei sicher, dass auf der Wiesn keine Maß weniger getrunken werde, auch wenn der Preis nun auch dieses Jahr steige. Die Wiesn-Wirte, die in großer Zahl die Debatte verfolgt hatten, äußerten sich zufrieden. Das Bier auf der Wiesn sei nicht zu teuer, der Preis gerechtfertigt, sagte Wirtesprecher Toni Roiderer. (dpa)

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