Sommersaison 2022

Reisegäste spüren Inflation und Krieg deutlich

Zakynthos ist eine griechische Insel im Ionischen Meer und ein bekanntes Reiseziel für Sommerurlauber.
Pixabay
Zakynthos ist eine griechische Insel im Ionischen Meer und ein bekanntes Reiseziel für Sommerurlauber.

Die Preise für Flüge und Unterkünfte sind deutlich gestiegen. Trotzdem ist die Reisenachfrage von deutschen Urlaubern sehr hoch – und das hat einen ganz bestimmten Grund.AB#
Der Krieg in der Ukraine und die Inflation wirkt sich auf deutsche und europäische Reisende spürbar aus. "Insgesamt steigen die Benzinpreise und der Ölpreis ist auf Rekordniveau. Das spüren die Gäste auch in den dadurch teurer werdenden Flugtickets. Darüber hinaus sehen wir derzeit die Folge eines Nachholbedarfs bei Urlaubsreisen. Dieser wirkt sich gerade in der Hochsaison auf die Preisgestaltung von Flugtickets und Unterkünften aus, denn (solche Preise) richten sich nach der Nachfrage", sagte die Condor-Sprecherin Johanna Tillmann im Gespräch mit der Deutschen Welle (DW).




Doch auch die Hoteliers müssen ihre Preise anziehen, weil sie höhere Ausgaben für Öl, Gas, Strom und Lebensmittel zahlen müssen. Auffällig ist, dass auch Pauschalreisen teurer geworden sind. Eine durchschnittliche einwöchige Pauschalreise für zwei Personen, die im Mai für die Monate Juni bis August 2022 nach Mallorca gebucht wird, ist 17 Prozent teurer als im Vorjahr. Trotz der erhöhten Preise sind deutsche Reisegäste bereit, tiefer in die Tasche zu greifen, da sie in den vergangenen Jahren nahezu überhaupt nicht verreist sind. Der Hans-Böckler-Stiftung zufolge haben die Privathaushalte in Deutschland in den Jahren 2020 und 2021 etwa 194 Mrd. Euro an zusätzlichen Ersparnissen gebildet.



"Wer früher nur mit Frühstück buchte, bucht jetzt All Inclusive, wer früher Drei-Sterne-Hotels buchte, bucht jetzt Vier-Sterne-Unterkünfte. Und viele Urlauber reisen länger als sonst", erklärte der DRV-Sprecher Torsten Schäfer. Reisen nach Spanien, Griechenland und in die Türkei sollen besonders gefragt sein.

Eine ähnliche Beobachtung macht die Lufthansa für Flugbuchungen. "Es ist derzeit schwierig, Plätze in der Business Class und First Class zu bekommen. Sie sind als erste ausgebucht", berichtete die LH-Pressesprecherin Bettina Rittberger. 

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