Schwerer Hurrikan

Fiona trifft weitere Karibik-Inseln hart

Die Regenmassen, die der Hurrikan Fiona nach Puerto Rico brachte, führten zu Unmengen an Schlamm, die erst einmal entfernt werden wollen.
Imago/Zuma Wire
Die Regenmassen, die der Hurrikan Fiona nach Puerto Rico brachte, führten zu Unmengen an Schlamm, die erst einmal entfernt werden wollen.

Nach schweren Überschwemmungen in Teilen der Karibik hat der Sturm Fiona als Hurrikan der Stärke drei auch den Turks- und Caicosinseln heftigen Regen gebracht.

Die Regierung des britischen Überseegebiets rief die 30.000 Bewohner am Dienstag auf, zu Hause zu bleiben. Der Wirbelsturm hatte an Kraft gewonnen und zog mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Stundenkilometern an der Inselkette vorbei. Das US-Hurrikanzentrum sagte voraus, Fiona werde noch stärker werden und sich am Donnerstag Bermuda nähern.

Noch als Hurrikan der Kategorie eins (von fünf) war Fiona am Sonntag in Puerto Rico auf Land getroffen und hatte schwere Schäden angerichtet – Gouverneur Pedro Pierluisi nannte das Ausmaß der Zerstörung gar "katastrophal". Es gab ihm zufolge mindestens zwei Tote. Nach einem inselweiten Stromausfall hatten am Dienstag nach Angaben des Anbieters Luma mehr als 1,1 Millionen der etwa 1,5 Mio. Anschlüsse auf Puerto Rico noch immer keinen Strom.

Am Dienstag jährte sich in dem US-Außengebiet zum fünften Mal der verheerende Durchzug des Hurrikans Maria. Diesem wurden fast 3000 Todesopfer zugeschrieben, der Wiederaufbau ist längst nicht abgeschlossen und wird nun abermals erschwert. Die US-Katastrophenschutzbehörde Fema kündigte am Dienstag an, in den kommenden Tagen Hunderte zusätzliche Mitarbeiter nach Puerto Rico zu schicken.

Nahe der bei Touristen beliebten Stadt Punta Cana war Fiona am Montag auch in der Dominikanischen Republik auf Land getroffen. Dort, wie auch in Puerto Rico, wurde nach Angaben der jeweiligen Behörden vielerorts die Wasserversorgung unterbrochen. Präsident Luis Abinader sagte seine geplante Reise nach New York zur UN-Generalversammlung ab und machte sich vor Ort ein Bild der Schäden.

Sie müssen sich einloggen oder registrieren, um kommentieren zu können.

stats