Reisewarnung

Kroatische Urlaubsregionen sind jetzt Risikogebiete

Split ist ein beliebtes Reiseziel an der Adria – derzeit sollten Urlauber es aber besser meiden.
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Split ist ein beliebtes Reiseziel an der Adria – derzeit sollten Urlauber es aber besser meiden.

Ein weiteres Urlaubsland sollte wegen der massiven Ausbreitung von Corona fortan teilweise gemieden werden: Kroatien. Das Robert-Koch-Institut listet beliebte Urlaubsregionen wie Dalmatien nun als Risikogebiet.

Angesichts der massiven Ansteckungsgefahr war damit gerechnet worden, nun ist es offiziell: Auch die bei Urlaubern beliebten kroatischen Adria-Regionen Šibenik-Knin und Split-Dalmatien gelten nun als Corona-Risikogebiete.

Das Robert-Koch-Institut hat diese beiden Regionen ("Gespanschaften") jetzt neu auf seine Liste der Risikogebiete gesetzt.

Ebenfalls zum Risikogebiet wurde das rumänische Gebiet Vâlcea erklärt. Vor etwa einer Woche hatte das RKI Spanien (abgesehen von den Kanarischen Inseln) auf seine Liste genommen, darunter auch Mallorca.

In anderen Gebieten Europas, die bislang gemieden werden sollten, sind die Zahlen der Neuinfektionen hingegen in den vergangenen Tagen gesunken. Ihr Status als Risikogebiet wurde dementsprechend vom RKI wieder aufgehoben. Konkret handelt es sich dabei um:

- Luxemburg (gesamtes Land).
- die rumänischen Gebiete Ialomita, Mehedinți und Timis.

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Sie basiert auf einer zweistufigen Bewertung.

Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten/Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab. In einem zweiten Schritt wird nach qualitativen Kriterien festgestellt, ob für Staaten/Regionen, die den genannten Grenzwert nominell unterschreiten, dennoch die Gefahr eines erhöhten Infektionsrisikos vorliegt.

Die anschließende Reisewarnung für die kroatischen Adria-Gebiete wurde vom Auswärtigen Amt ausgesprochen.

1 Kommentar

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1.
Sven Harth
Erstellt 20. August 2020 12:33 | Permanent-Link
bearbeitet

Jetzt scheinen nicht mal mehr die selbst gesetzten Kriterien relevant zu sein: "In einem zweiten Schritt wird nach qualitativen Kriterien festgestellt, ob für Staaten/Regionen, die den genannten Grenzwert nominell unterschreiten, dennoch die Gefahr eines erhöhten Infektionsrisikos vorliegt." Was sollen das für Kriterien sein? Es genügt wohl, wenn Herr Söder laut genug schreit. Es ist ja in Ordnung, wenn sich dadurch nun alle testen lassen müssen. Vielleicht hat man dazu gelernt und erlässt zumindest keine Reisewarnung.

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