Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Geld für Verdienstausfall soll gestrichen werden

Wer wissentlich in ein Risikogebiet fährt, erhält kein Geld mehr für Verdienstausfälle. So sieht es eine geplante Änderung der Bundesregierung vor. Dies dürfte die Reiselust weiter bremsen.
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Wer wissentlich in ein Risikogebiet fährt, erhält kein Geld mehr für Verdienstausfälle. So sieht es eine geplante Änderung der Bundesregierung vor. Dies dürfte die Reiselust weiter bremsen.

Für die Reisebranche dürfte dies ein herber Schlag sein: Die Koalition plant, Gelder für Reiserückkehrer, die in Quarantäne müssen, zu streichen. Bisher gab es eine Entschädigung für Verdienstausfälle.

Dies geht aus einer sogenannten Formulierungshilfe für die Koalitionsfraktionen des Bundestages zu weiteren Änderungen des Infektionsschutzgesetzes hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Laut des Papiers soll es für Menschen, die "vermeidbare Reisen" in ausländische Risikogebiete antreten, nach der Rückkehr für die Zeit der vorgeschriebenen Quarantäne keine Verdienstausfallentschädigung mehr geben.


Diese Regelung soll dann gelten, wenn das Gebiet mindestens zwei Tage vor Reiseantritt bereits als Risikogebiet vom Robert-Koch-Institut ausgewiesen wurde. 

Immerhin: Für Eltern, die ihr Kind zuhause betreuen müssen, weil das Gesundheitsamt ihren Nachwuchs unter Quarantäne gestellt hat (etwa, weil ein Erzieher oder Lehrer positiv auf Covid-19 getestet wurde), soll es eine Entschädigung geben. Bisher sah die Regelung nur eine Entschädigung vor, wenn Schulen oder Kitas behördlich geschlossen wurden und keine anderweitige Betreuung möglich war. Eltern, die dann nicht zur Arbeit können, können 67 Prozent des Nettoeinkommens als Entschädigung vom Staat erhalten. Inzwischen werden allerdings zwar weiterhin vereinzelt auch ganze Einrichtungen geschlossen, aber auch einzelne Klassen oder Lerngruppen nach Hause geschickt.

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