Reisemesse BIT

"Wanderlust" wird das Reisen nach Corona prägen

Auch das Wandern – verbunden mit erschwinglichem Luxus – gehört zur "Wanderlust". Insgesamt steht der Begriff aber eher für "Fernweh".
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Auch das Wandern – verbunden mit erschwinglichem Luxus – gehört zur "Wanderlust". Insgesamt steht der Begriff aber eher für "Fernweh".

Nähe, Natur und Sich-Verwöhnen-Lassen: Die Macher der größten italienischen Reisemesse BIT, die dieses Jahr vom 9. bis 11. Mai stattfinden soll, sehen in diesem Trend die größten Treiber bei der Rückkehr zum Reisen nach Corona.

Zugleich werde man Geld für Erlebnisse ausgeben, die sich bislang nur wenige leisten konnten, sich verwöhnen lassen und seine Zeit an außergewöhnlichen Orten verbringen, die aber gut und schnell zu erreichen seien.

Der deutsche Begriff "Wanderlust" werde das Reisen nach Corona prägen, zeigen sich die Macher der Mailänder Reisemesse BIT überzeugt. Denn dieses Wort sei in fast allen Sprachen "das Synonym für den angeborenen Wunsch zu reisen, sich zu bewegen, zu lernen und die Umwelt zu erforschen". Dies zeige die Tatsache, dass die Menschen weltweit bereits jetzt Urlaub herbeisehnten und sofort buchten, wenn sich Möglichkeiten dazu ergäben.

Im Fokus stehe dabei zunächst der Urlaub in der Nähe, so die BIT, vor allem in der Natur und im Freien. Nur etwa ein Drittel der Menschen wolle in diesem Jahr Ziele ansteuern, die mehr als 90 Minuten entfernt seien. In Italien profitierten davon zum Beispiel Bergdestinationen wie die Alpen und der Apennin sowie kleine Dörfer. Zudem würden Essen und Wein ein starker Motivator für den Urlaub bleiben.

Ein zweiter Trend sei, dass sich Reisende intensiver mit der Vorbereitung ihres Urlaubs befassen würden, so die BIT. Grund dafür seien bereits die Hygiene-Maßnahmen: Touristen wollten sichergehen, dass diese in der von ihnen gewählten Destination tatsächlich strikt eingehalten werden. Dazu informierten sich die Touristen mehr denn je online.

Luxus zum erschwinglichen Preis

Drittens schließlich wollten sich die Menschen nach den einengenden und anstrengenden Pandemie-Monaten Luxus gönnen und sich verwöhnen lassen. Dies könne jedoch nicht wie früher zu Preisen geschehen, die sich nur wenige Wohlhabende leisten könnten, sondern müsse für breitere Schichten bezahlbar sein. Denn während der Pandemie sei kurzarbeitsbedingt bei vielen Menschen das Einkommen gesunken, so dass für den Urlaub in diesem Jahr nicht so viel Geld bereitstünde wie sonst.

Luxus und einmalige Orte zum erschwinglichen Preis – dies liege daher nun um Trend. Dazu gehörten kleine charmante Restaurants mit sehr wenigen Sitzplätzen, Denkmäler mit eingeschränktem Zugang oder Wanderungen in abgelegenen Gegenden.
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