Quarantäne-Hotel auf Teneriffa

Deutsche Urlauber fordern Evakuierung

Weiter unter Quarantäne: Die Gäste des H10 Hotel Costa Adeje Palace.
H 10 Hotels
Weiter unter Quarantäne: Die Gäste des H10 Hotel Costa Adeje Palace.

Wegen begrenzter medizinischer Möglichkeiten und "offenbarer Überforderung" der Behörden, fordern die deutschen Gäste des H10 Hotel Costa Adeje Palace von der deutschen Regierung eine "sofortige Evakuierung". 130 Gäste dürfen das Hotel derweil nach Angabe der Regierung der Kanarischen Inseln verlassen.

Die Lage in dem wegen Coronavirus-Fällen unter Quarantäne gestellten Hotel auf Teneriffa hat sich zugespitzt. "Die Situation hier vor Ort stellt sich aufgrund der Versorgungssituation und der hygienischen Verhältnisse dramatisch dar", hieß es am Donnerstag in einer an Bundesaußenminister Heiko Maas gerichteten Petition deutscher Urlauber, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag.

Die spanischen Behörden seien wegen der begrenzten medizinischen Möglichkeiten auf der Kanareninsel offenbar überfordert. "Wegen des mangelhaften Infektionsschutzes, der hier leider festzustellen ist, wäre eine sofortige Evakuierung nach Deutschland erforderlich", hieß es in dem Schreiben.

Grund für die Isolierung des Hotels war am Dienstag ein positiver Test auf den Covid-19-Erreger bei einem Touristen aus Norditalien. Neben seiner Frau wurden später auch zwei weitere Italiener aus seiner Reisegruppe positiv getestet. Sie werden im Krankenhaus behandelt.


Nachdem die rund 1000 Menschen in dem Hotel im Südwesten von Teneriffa zunächst zwei Tage lang auf ihren Zimmern bleiben sollten, durften sie am Donnerstag wieder das gesamte Hotelgelände einschließlich des Pools nutzen. Dies teilte das Hotelmanagement mit und betonte, die Gesundheitsbehörden auf den Kanaren hätten die Tests bei den Gästen und den Mitarbeitern des Hotels abgeschlossen.

Für 130 der festsitzenden Touristen aus elf verschiedenen Ländern gab es derweil gute Nachrichten: Sie sollten noch am Abend das Hotel verlassen dürfen – aber nur, weil sie erst nach dem 24. Februar angereist seien und somit keinen Kontakt zu den vier Infizierten haben konnten, wie die Regierung der Kanaren mitteilte. Alle anderen Gäste müssten aus Sicherheitsgründen weiter in dem Hotel ausharren.

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