Partnerland

"ITB-Absage ist sehr bitter für Sachsen"

Veronika Hiebl, Geschäftsführerin Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen
Wolfgang Schmidt, Wolfgang Schmidt
Veronika Hiebl, Geschäftsführerin Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen

Bereits in diesem Jahr hätte Sachsen ITB-Partnerland sein sollen, dann war dies auf 2022 verschoben worden – doch auch daraus wird nichts. Nun sucht das Bundesland nach neuen Wegen, sich darzustellen.

Das Bundesland Sachsen reagiert betroffen auf die Absage der Präsenzveranstaltung der ITB Berlin 2022. "Das ist für Sachsens Tourismusbranche eine sehr bittere Nachricht", teilten das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus und die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mit.

Nach der Absage der Präsenzveranstaltung in Berlin in diesem Jahr könne der Freistaat somit auch im kommenden Jahr seine exklusive Rolle als Partnerland der weltgrößten internationalen Branchenmesse nicht wahrnehmen. Seit nunmehr zwei Jahren habe sich Sachsen intensiv auf dieses Ereignis von internationaler Tragweite vorbereitet.

"Diese Partnerschaft war für Sachsen ein weiterer wichtiger Baustein, vor allem für den internationalen Neustart des Tourismus", sagte  Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU). "Es war die Chance, sich auf der weltgrößten Tourismusmesse einem weltweiten Publikum als faszinierendes Kulturreiseziel mit unverwechselbarer Naturlandschaft zu präsentieren."

Klepsch äußerte jedoch Verständnis für die Absage. "Diese Entscheidung ist mit Blick auf die Ausbreitung des Corona-Virus im Interesse der Sicherheit der Aussteller und Besucher nachvollziehbar. Der Schutz der Gesundheit geht vor."

Sachsen müsse nun andere Wege finden, um "gezielt potenzielle Gäste zu erreichen". Bei der ITB waren 30 touristische Aussteller angemeldet, die gemeinsam mit und unter der Regie der Tourismus Marketing Gesellschaft (TMGS) das Bundesland unter dem Motto "Cultural exclusive, Natural beautiful" bewerben wollten.

"Wir sind sehr traurig, dass wir erneut um den Lohn unserer monatelangen gemeinsamen kreativen Arbeit kommen", sagte Veronika Hiebl, Geschäftsführerin der TMGS. Vielen Mitwirkenden müsse man nun absagen. Gemeinsam mit der ITB wolle man aber "prüfen, ob und wie es weitergeht", so Hiebl.

In jedem Fall werde ein Kommunikationskonzept erarbeitet, um etwa Fam Trips für internationale Reiseveranstalter und Medien trotzdem umzusetzen. Auch sei man mit der Reisemesse im Gespräch über eine mögliche Fortführung der Partnerschaft.

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