Offene Worte

Komodo soll Insel der Reichen werden

Auf der Komodoinsel sind die sehr seltenen Komodo-Warane heimisch. Sie sollen künftig aber nur noch reiche Urlauber zu Gesicht bekommen.
Imago Images/Marc McEwan
Auf der Komodoinsel sind die sehr seltenen Komodo-Warane heimisch. Sie sollen künftig aber nur noch reiche Urlauber zu Gesicht bekommen.

Die indonesische Dracheninsel Komodo sucht seit einiger Zeit nach Wegen, sich als Premium-Ziel zu vermarkten. Der Gouverneur der dortigen Provinz macht nun mit starken Worten Schlagzeilen, die einer Ausladung bestimmter Gäste gleichkommen.

Früher war Komodo vor allem unter Rucksack-Touristen beliebt. Zunehmend rückt die Insel aber auch in den Fokus von Kreuzfahrten. Jetzt hat Gouverneur Viktor Laiskodat mit wenig schmeichelhaften Sätzen eine Neupositionierung der Insel untermauert: "Wer als Tourist hierher kommt, muss reich sein. Wer arm ist, soll wegbleiben", sagte er der Tageszeitung "Kompas". Weiter wird er mit den Worten "Arme Leute haben wir selbst genug. Davon müssen wir nicht noch mehr sehen" zitiert.

Die vorherigen Pläne, die Insel für Touristen ein Jahr lang komplett zu schließen, sind damit vom Tisch. Stattdessen verfolgt die Regierung das Ziel weiter, eine Begrenzung der Touristenmenge durchzusetzen. Die wenigen Gäste sollen dann aber umso einkomensstärker sein. So empfahl Laiskodat Urlaubern mit knapper Reisekasse, lieber nach Bali oder Jakarta zu gehen. 

Auf Komodo sind knapp 1300 Komodo-Drachen oder -Warane zu Hause, die bis zu vier Meter lang werden. Die Insel wird als "Heimat der letzten Drachen der Welt" vermarktet.

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