Deutschland-Repräsentanz

Antigua und Barbuda verstärkt Präsenz

Postkartenmotiv: Shirley Heights an der Südküste von Antigua.
Antigua and Barbuda Tourism Authority
Postkartenmotiv: Shirley Heights an der Südküste von Antigua.

Antigua und Barbuda gehört zu den Luxuszielen in der Karibik. Promis von Giorgio Armani über Eric Clapton und Richard Branson bis Oprah Winfrey haben den Inselstaat zum Zweitdomizil gewählt. Im deutschen Markt tut sich die Destination noch schwer. Das soll sich nun ändern.

"Wir waren so knapp vor einem Abschluss mit Eurowings", sagt Cherrie Osborne. "Und dann kam die Pandemie." Die von London aus arbeitende langjährige Europa-Direktorin der Antigua and Barbuda Tourism Authority weiß, dass ein Nonstop-Flug aus Deutschland einen wichtigen Schub fürs Incoming-Geschäft aus dem hiesigen Markt bedeuten würde.

Deshalb steht derzeit ein Condor-Flug ab Frankfurt ganz oben auf der Wunschliste der Touristiker des karibischen Inselstaats. Aktuell ist Antigua und Barbuda nur mit Umstieg zu erreichen – entweder über Großbritannien mit Virgin Atlantic via LHR
oder British Airways via LGW oder aber über die USA mit US-Fluggesellschaften.

Amerikaner und Briten stellen die meisten Gäste

Die Besucherzahlen aus Deutschland sind daher noch überschaubar: Während im Vorkrisenjahr 2019 aus den USA fast 124.000 und aus Großbritannien nahezu 77.000 Gäste gezählt wurden, birgt der deutsche Quellmarkt mit gut 2100 Besuchern noch viel Potenzial. Immerhin deutlich mehr als 3000 Deutsche waren es in den Jahren bis 2010, und auch da dürfte das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sein angesichts des Trends zu Luxusreisen auch im hiesigen Markt.

Parallel zum Bemühen um einen Nonstop-Flug verstärkt daher Antigua und Barbuda seine Präsenz in Deutschland, statt ganz Europa aus einer Hand von London aus zu betreuen: Hiesige Repräsentantin ist seit Jahresmitte Sonja Oestreicher mit ihrer Agentur SO Network. Die Karibik-Kennerin, die auch die Events der Arge Karibik organisiert, ist aktuell dabei, die Kleine-Antillen-Insel hierzulande bekannter zu machen.

All Inclusive auf hohem Niveau

"The beach is just the beginning …" lautet der Claim von Antigua und Barbuda – aber eine gute Basis für Tourismus sind die 365 Strände (einer für jeden Tag des Jahres) allemal. Der Inselstaat hat sich dem Luxus verschrieben, dafür stehen namhafte Resorts wie Jumby Bay, Hermitage Bay, Carlisle Bay oder Cocobay mit hochwertigen All-Inclusive-Konzepten.

"Private Villen sind immer mehr gefragt", nennt Oestreicher einen Trend, der sich im Zuge der Corona-Pandemie noch verstärkt hat. Klein und fein sind auch die neuen Unterkünfte auf Antigua: Wild Lotus Glamping wartet mit sechs Komfortzelten am Strand auf, das Weatheril Boutique Hotel mit sieben individuellen Suiten.

Honeymoon, Segeln und Aktivurlaub

Neben Hochzeiten und Honeymoon ("Nirgendwo ist Heiraten einfacher") ist der Inselstaat für Segelurlaub bekannt: "Dank der flachen Passatwinde ist das fast wie in der Badewanne", schwärmt Oestreicher von dem ruhiger Revier. "Und viele Buchten nur im Schiff erreichbar" – ideal für einen Tagesausflug per Katamaran oder einen längeren Yachtcharter auch mit Crew. Aushängeschild des Sports ist die seit 1967 jährlich Ende April/Anfang Mai ausgetragene Antigua Sailing Week.

Zum Wassersportangebot gehört auch das Schwimmen mit Rochen in Stingray City. An Land kommen Aktivurlauber bei Touren mit elektrisch betriebenen Fatbikes oder bei Wanderungen in den drei Nationalparks auf ihre Kosten.

Geschichtsinteressierte können Herrenhäuser, Forts sowie Windmühlen von alten Zuckerrohrplantagen besichtigen – und natürlich Nelson's Dockyard, eine 2016 zum Unesco-Weltkulturerbe erklärte historische Hafenanlage in English Harbour an der Südküste von Antigua. Apropos Hafen: Der Kreuzfahrthafen von St. John‘s – 2019 wurden mehr als 730.000 Kreuzfahrtgäste gezählt – wird gerade ausgebaut.

Ruhige Schwesterinsel Barbuda

So viel zu Antigua. Die Schwesterinsel Barbuda bietet dazu das Kontrastprogramm – es gibt nur wenige Boutique-Hotels. "Hochpreisig, aber simpel" lautet die Devise – der perfekte Rückzugsort für viele Promis. Aber auch Taucher zieht es nach Barbuda: Über 120 Schiffe sind vor der Insel gesunken – Wracktauchen ist daher ein großes Thema.

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