Nach vielen Monaten

Malta lässt auch Ungeimpfte wieder einreisen

Malta öffnet seine Grenzen nun nach dem 3G-plus-Prinzip.
Leslie Vella
Malta öffnet seine Grenzen nun nach dem 3G-plus-Prinzip.

Bis zuletzt hatte der Inselstaat die strengste Anti-Corona-Einreiseverordnung der Europäischen Union: Nur Geimpfte und Genesene konnten quarantänefrei nach Malta gelangen. Das ändert sich nun zum 11. April.

Als Mitte vergangenen Jahres auch auf Malta die Corona-Infektionszahlen enorm in die Höhe gingen – damals noch die deutlich gefährlichere Delta-Mutante –, griff das Land zu einer restriktiven Maßnahme: Urlauber mussten eine vollständige Impfung nachweisen, um in den kleinsten EU-Staat zu gelangen.

Auch in der Omikron-Welle galt diese Regelung fort. Nun aber folgt der Mittelmeerstaat den Lockerungen anderer Länder und öffnet die Grenzen wieder für alle Besucherinnen und Besucher.

So dürfen von Montag kommender Woche an (11. April 2022) auch wieder solche Personen einreisen, die nicht vollständig gegen Covid-19 geimpft sind. Ausreichend für diese Touristen ist dann ein negativer PCR-Test, der bis zu 72 Stunden vor der Ankunft vorgenommen worden sein muss.



Ebenfalls einreisen dürfen weiterhin Personen, die innerhalb von 180 Tagen nach ihrer Ankunft eine behördlich anerkannte Bescheinigung über die Genesung von einer Corona-Erkrankung vorlegen können. Bislang herrschte für nicht oder nicht vollständig Geimpfte ein Quasi-Einreiseverbot: Sie mussten sich für zunächst 14 Tage in Quarantäne begeben, bevor sie ihren Urlaub auf der Insel starten durften.

Erleichterungen gelten vom 10. April an auch im Alltag. Für die Teilnahme an Veranstaltungen im Freien oder an Versammlungen in geschlossenen Räumen ist von diesem Tag an kein Impfnachweis mehr erforderlich. Es gehe darum, "die maltesischen Inseln wieder zur Normalität zurück zu führen", begründete Tourismusminister Clayton Bartolo die Schritte.



Sehr erfreut über die Lockerung zeigte sich Johann Buttigieg, Chef der maltesischen Tourismusbehörde. Es handele sich um eine "großartige Nachricht" für die Branche des Landes, sagte er.

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