Maskenpflicht und mehr

Verschärfte Corona-Maßnahmen in Sicht

Die Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Räumen, wie hier am Hamburg Airport, könnte wieder zurückkehren.
Oliver Sorg
Die Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Räumen, wie hier am Hamburg Airport, könnte wieder zurückkehren.

Angesichts wieder steigender Corona-Zahlen wird in den ersten Bundesländern über verschärfte Maßnahmen nachgedacht. So könnte in Berlin demnächst die Maskenpflicht in Läden, Museen und anderen öffentlichen Gebäuden wieder eingeführt werden.

Für die Hauptstadt kündigte Gesundheitssenatorin Ulrike Gote am Mittwoch für die nächste Woche einen Vorschlag zur Wiedereinführung der Maskenpflicht zum Beispiel in Geschäften oder Museen an. "Wir sehen gerade, dass die Infektionen in Berlin sehr stark ansteigen, wodurch das Gesundheitssystem sehr stark belastet wird", sagte die Grünen-Politikerin.

Zustimmung kam aus dem Nachbarland Brandenburg. "Eine moderate Ausweitung der Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen, wie Berlin sie jetzt erwägt, halte ich für ein geeignetes Mittel", sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) der dpa. 


Im Saarland mit der bundesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenz blieb es zunächst noch bei einem Appell, nachdem ein Regierungssprecher zuvor angekündigt hatte, dass die Regierung "sehr zeitnah" neue Entscheidungen zu Corona-Maßnahmen bekanntgeben werde. 

Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) rief die Menschen am Mittwoch dazu auf, wieder Masken in Innenräumen zu tragen. Eine Verschärfung der Corona-Regeln etwa mit einer Ausweitung der Maskenpflicht sei zunächst nicht vorgesehen. Dies sei aber ein möglicher Schritt, wenn sich die Situation nicht verbessere.

Die Vorsitzende des Ärzteverbands Marburger Bund, Susanne Johna, hat die Bundesländer zum Handeln bei steigenden Corona-Zahlen aufgefordert. "Überall dort, wo die Inzidenzen jetzt durch die Decke gehen, müssen die Länder mit einer FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV und in öffentlich zugänglichen Innenräumen reagieren", sagte Johna den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

 

8 Kommentare Kommentieren

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4.
Rainer Maertens
Erstellt 13. Oktober 2022 18:52 | Permanent-Link

Jeder, wie er,sie,es für sich am Besten hält. Wer Maske tragen möchte, bitteschön. Wer keine Maske möchte, auch bitteschön.

Solange es keine neue Bergamo-Variante gibt, sollten wir mit dem deutschen Panikmodus aufhören. Die meisten EU-Staaten sehen es übrigens auch so.

Yvonne Lehné
Erstellt 13. Oktober 2022 19:16 | Permanent-Link

@Rainer Maertens: apropos Bergamo, gerade in Italien gewesen, da ist nix mit Gelassenheit, das waren die maskierten Angestellten, die alle Angst hatten und von denen sich leider auch gleich einige angesteckt hatten und somit in der kleinen Mannschaft fehlten.

3.
Yvonne Lehné
Erstellt 13. Oktober 2022 11:52 | Permanent-Link

Maske=Panik? Leider trotz Impfung keine "Erkältung", sondern Multiorganerkrankung, schlechtestenfalls auch trotz Impfung Long Covid, nicht lustig, nochmal Maske=Panik? (Maske im Innenbereich, wohl gemerkt)

Wolfram Schneppe
Erstellt 13. Oktober 2022 15:46 | Permanent-Link

@Yvonne Lehné: Ganz genau! Und wirklich: Wo, bitte, ist das Problem? Manche Asiaten laufen seit Jahrzehnten mit Maske herum, bei uns hat man sich auch ausreichend daran gewöhnt, niemand ist durch's Masketragen geschädigt worden, zumal fast alle andern Infekte, die vor allem im Winterhalbjahr grassieren, gleich mit weg sind. Masken auf in geschlossenen Räumen oder bei riesigen, eng zusammenstehenden Menschenansammlungen und damit sollten wir bei Omikron, entsprechend geimpft, gut durch den Winter kommen, ohne, dass alles abgesagt werden muss!

2.
Peter Pfänder
Erstellt 13. Oktober 2022 10:43 | Permanent-Link

Da muss man an Honecker denken: "Vorwärts immer, rückwärts nimmer! "

1.
Yvonne Lehné
Erstellt 13. Oktober 2022 08:46 | Permanent-Link

Immer wieder das der Pandemie hinterher laufen. Warum braucht es eigentlich noch eine Maskenpflicht? Warum ist es nicht für jeden eigentlich selbstverständlich, sich und andere durch die einfachste Maßnahme, die Maske in Innenräumen, zu schützen?
Gerade habe ich es selbst erleben müssen: als Einzige in der Bahn, im Hinflieger und an den Aiports mit Maske. Im Hotel angekommen dann Blaulicht und Abtransport ins Krankenhaus der 2 Tage zuvor angekommenen Wandertruppe, meist 70 over. Diese Gruppen gehören ja schon zu den vulnerablen Gruppen, die wir als Gesellschaft versucht haben, durch Lockdowns zu schützen. Aber selbst tätig zu werden und die Maske zu tragen, davon keine Spur. Keine Abstände an den Buffets, in den Ein- und Ausgängen bilden sich große Trauben dicht an dicht, man selbst wundert sich, wie schnell alles verlernt ist, und dann das Personal, welches den ganzen Tag die Tabletts für die Quarantänezimmer mit Maske schleppen darf. Tja, und auf dem Rückflug haben es dann doch einige wieder erfunden, wahrscheinlich noch unter Schock, Corona hautnah im Hotel erlebt zu haben. Vereinzelte Mitstreiter mit Maske.

Dietmar Pedersen
Erstellt 13. Oktober 2022 10:01 | Permanent-Link

@Yvonne Lehné:
Wer geimpft ist, hat in der Regel nicht mehr als "eine einfache Erkältung". Wir können nicht noch viele Jahre im Panikmodus leben. Und wer sich nicht impfen lässt, ist selbst schuld an einem schweren Verlauf oder seinem Tod.

Vor einer Corona-Maskenpflicht sollte vorher eine Maskenpflicht für Raucher eingeführt werden. Wenn niemand mehr rauchen kann, geht dort die Todesrate enorm runter.

Uta Mahncke
Erstellt 13. Oktober 2022 14:12 | Permanent-Link

@Yvonne Lehné: Selbst beim Arzt oder der Physiotherapie gehört man mittlerweile zu den Wenigen, die eine Maske tragen. :-(
Und gerade die ältere Generation der oft 4fach Geimpften denkt, dass ihre Impfungen ein Freifahrtschein sind und ihnen nichts großartiges passieren kann.

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