Krieg in Osteuropa

Russische Armee greift Ukraine an

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock tagte gleich nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine mit dem Krisenstab des Auswärtigen Amtes.
Imago / photothek
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock tagte gleich nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine mit dem Krisenstab des Auswärtigen Amtes.

Mit Raketenangriffen auf mehrere Städte begann Russland am heutigen Donnerstag einen Angriffskrieg auf das Nachbarland Ukraine. Bodentruppen haben offenbar an vielen Stellen die Grenzen überschritten.

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte laut Nachrichtenagentur Ria mit, Russland greife die militärische Infrastruktur der Ukraine mit "Hochpräzisionswaffen" an. Kommandozentralen des ukrainischen Militärs in der Hauptstadt Kiew und der Millionenstadt Charkow würden mit Raketen angegriffen, zitiert die ukrainische Zeitung "Prawda" auf ihrer Website einen Vertreter des ukrainischen Innenministeriums.

Die Bundesregierung hat deutsche Staatsangehörige angesichts des russischen Angriffs dringend aufgerufen, die Ukraine zu verlassen. Außerdem wurde die deutsche Botschaft in Kiew vorübergehend geschlossen. "In der Ukraine finden Kampfhandlungen & Raketenangriffe statt", teilte das Auswärtige Amt auch per Twitter mit. An die deutschen Staatsangehörigen appellierte das Außenministerium, vorläufig an einem geschützten Ort zu bleiben, falls diese das Land nicht auf einem sicheren Weg verlassen könnten.

Das Auswärtige Amt änderte auch seine Reisewarnungen für die Ukraine. Vor Reisen in das Land werde gewarnt. Eine Evakuierung deutscher Staatsangehöriger durch deutsche Behörden sei derzeit nicht möglich. Die deutsche Botschaft in Kiew sowie das Generalkonsulat Donezk in Dnipro seien vorübergehend geschlossen. Deutsche Staatsangehörige wurden aufgerufen, die internationale und lokale Medienberichterstattung zu verfolgen, auf lokale Bekanntmachungen zu achten und sich in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts einzutragen. In Notfällen solle man sich an das Auswärtige Amt in Berlin wenden.

Luftraum geschlossen

Als Reaktion auf den russischen Angriff schloss die Ukraine ihren gesamten Luftraum. Die Lufthansa hat nach der russischen Invasion in die Ukraine ihr letztes Flugziel in dem angegriffenen Land gestrichen. Der für Donnerstagabend geplante Flug von Frankfurt in das westukrainische Lwiw wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt, wie ein Sprecher am Morgen berichtete. Lufthansa-Crews halten sich nicht in der Ukraine auf. Zuvor hatte der Konzern bereits die Verbindungen nach Odessa und Kiew gestrichen.

Aufgrund der Schließung des ukrainischen Luftraums können auch Wizz Air und weitere Fluggesellschaften das Land nicht mehr ansteuern.
5 Kommentare Kommentieren

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4.
Sebastian von Stein
Erstellt 25. Februar 2022 12:11 | Permanent-Link

Fakt ist, dass Putin und Konsorten die Aggressoren sind mit erfunden Geschichten und es ist eine Schande des Westens, dass wir die Ukraine nicht auch verteidigen, auch wenn sie nicht in der Nato ist. Ein Verbrecher wie Putin versteht nur eine Sprache und das ist eine wehrhafte Demokratie also Politik der Abschreckung, so wie es seinerzeit Bundeskanzler Schmidt mit dem Nato-Doppelbeschluss eindrucksvoll bewiesen hat!!!

3.
Adin Mujic
Erstellt 24. Februar 2022 23:59 | Permanent-Link

Es ist gut das der Westen reagiert und es ist auch unsere verdammte Pflicht! Alles mögliche zu tun Russland mit allen Mitteln die uns zur Verfügung stehen daran zu hindern Massenmord zu begehen!

2.
Dietmar F.K. Jaschinski
Erstellt 24. Februar 2022 12:41 | Permanent-Link

Totaler Boykott ist jetzt definitiv seitens der EU und insbesonders durch Deutschland angebracht; was auch kommen wird. Ab heute, hat der umfassende "kalte Krieg" wieder begonnen mit elementaren, zukünftigen Veränderungen für uns alle. Der Westen muss strategisch vor die Welle kommen, um noch Schlimmeres vermeidbar zu machen. Aktiv zu reagieren. Die Realitäten haben uns eingeholt. Das wird sich nicht nur touristisch niederschlagen, da es defintiv eine Rezession dadurch geben wird.

1.
Ingo Simandi
Erstellt 24. Februar 2022 08:48 | Permanent-Link

Gibt es schon irgendwelche Hinweise, welche Auswirkungen diese Auseinandersetzung für die Touristik haben könnte?

Rainer Maertens
Erstellt 24. Februar 2022 09:20 | Permanent-Link

@Ingo Simandi: Ein Tourismus mit der Ukraine und mit Russland wird wohl nicht mehr so schnell möglich sein.

Ukraine erklärt sich von alleine.

Sollte Russland jetzt vom internationalen Zahlungsverkehr ausgeschlossen werden, wird wohl dadurch kein Tourismus möglich sein. Reedereien können in St. Petersburg keine Hafengebühren und Ausflüge mehr überweisen und Veranstalter keine Leistungsträger. Alternativ könnte natürlich immer einer mit Geldbündel mitreisen.

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