Kirche statt Klo

Fidschi blamiert sich mit Tourismus-Werbung

So haben Urlauber die Fidschi-Inseln vor Augen: palmengesäumte Idylle.
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So haben Urlauber die Fidschi-Inseln vor Augen: palmengesäumte Idylle.

Der Versuch, ausländischen Touristen die Landessprache näherzubringen, ist auf den Fidschi-Inseln gründlich daneben gegangen.

Der Fremdenverkehrsverband des Pazifikstaats, Fiji Tourism, brachte für eine neue Image-Kampagne ein Video mit den wichtigsten Begriffen auf Fidschi heraus, in dem Toilette mit dem Wort Vale ni Lotu übersetzt wurde. Dazu erläuterte ein freundlicher Insulaner auch noch die korrekte Aussprache. Tatsächlich bedeutet Valu ni Lotu aber keineswegs Klo, sondern Gotteshaus oder Kirche.

Nach heftigen Protesten zog der Verband das Video inzwischen zurück und entschuldigte sich dafür. Der Fehler wurde mit einem Missverständnis in der Grafik-Abteilung erklärt. Trotzdem ließ die Kritik nicht nach. Die Oppositionsführerin Ro Teimumu Kepa twitterte empört: „Eine große Beleidigung für die ersten Siedler dieses Landes und für das Volk von Fidschi.“

Auf den Fidschi-Inseln leben knapp 900.000 Menschen. Davon gehört mehr als die Hälfte zur indigenen Bevölkerung, den iTaukei. Ihre Sprache ist neben Englisch und Hindustani auch offizielle Amtssprache. Der Fremdenverkehr gehört zu den wichtigsten Geldquellen. (dpa)

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