Italien

Personalmangel bedroht Erholung der Reisebranche

Der Comer See in Oberitalien ist eine Top-Destination.
Getty Images / Enit
Der Comer See in Oberitalien ist eine Top-Destination.

Der Fachkräftemangel der italienischen Tourismusbranche ist beängstigend. Im Vor-Corona-Jahr 2019 waren noch 1,4 Mio. Menschen in diesem Bereich beschäftigt.

Eine neue Studie des World Travel & Tourism Council (WTTC) hat ergeben, dass die Erholung der italienischen Reise- und Tourismusbranche gefährdet sein könnte, wenn eine Viertelmillion Arbeitsplätze unbesetzt bleiben.



Die Studie analysierte den Arbeitskräftemangel in ganz Italien und anderen wichtigen Reise- und Tourismus-Destinationen wie den USA, Frankreich, Spanien, Großbritannien und Portugal.

Die Daten belegen, dass der Fachkräftemangel in Italien unter allen anderen europäischen Ländern am gravierendsten ist – ein Mangel von 250.000 Personen.

Vor der Pandemie, im Jahr 2019, waren in Italien knapp 1,4 Mio. Menschen in der Tourismusbranche tätig. Aber 2020 gingen mehr als 200.000 Arbeitsplätze verloren.



Julia Simpson, Präsidentin und CEO des WTTC, wörtlich: "Italiens wirtschaftliche Erholung wird ernsthaft gefährdet, wenn wir nicht genug Leute haben, um die offenen Stellen zu besetzen. Wenn sie unbesetzt bleiben, wird dies die Chancen auf eine Wiederbelebung von Reise- und Tourismusunternehmen in ganz Italien weiter dämpfen."

Diese Woche gab der WTTC bekannt, dass bis zu 1,2 Mio. Arbeitsplätze in der gesamten EU unbesetzt bleiben werden, wobei das Gastgewerbe, der Luftverkehr und Reisebüros am stärksten betroffen sind.

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