Insolvenzverfahren

Endgültiges Aus für Musical "'N bisschen Frieden"

Premiere feierte das Musical am 20. Oktober. Jetzt musste die Produktionsfirma einen Insolvenzantrag stellen.
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Premiere feierte das Musical am 20. Oktober. Jetzt musste die Produktionsfirma einen Insolvenzantrag stellen.

Drei Wochen nach der rauschenden Premiere mit viel Prominenz steht das Aus des neuen Ralph-Siegel-Musicals "'N bisschen Frieden – Rock'n'Roll Summer" in Duisburg fest.

Die eigens gegründete Produktionsfirma NBF Musical Production GmbH hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das bestätigte Geschäftsführer Wolfgang DeMarco mehreren Medien.


Der schwache Ticket-Vorverkauf für die Vorstellungen am Theater am Marientor lasse einen wirtschaftlich sinnvollen Betrieb nicht zu, begründete der Duisburger Theaterchef und Produzent des Musicals. Für die Pleite machte er vor allem die "aktuelle allgemeine Krisensituation" sowie gestiegene Energiepreise und Lebenshaltungskosten verantwortlich.

Ursprünglich waren nach der Premiere am 20. Oktober 34 weitere Vorstellungen bis Ende Dezember geplant. Nur sechs Tage nach dem Debüt und einer Handvoll Aufführungen waren zunächst alle für Oktober und November geplanten Vorstellungen abgesagt worden.

Gleichwohl war da noch der Wiedereinstieg für den 16. Dezember mit 15 Vorstellungen rund um Weihnachten vorgesehen und angekündigt worden.

Siegel hatte jahrelang an dem Musical mit großem Engagement gearbeitet, viele seiner Kompositionen der vergangenen 50 Jahre waren sind zu hören. Nun sagte er der "Bild", er sei "sehr enttäuscht, weil ich mein Herzblut in das Musical gesteckt habe und die Premiere toll war".

Öffentlich gemacht hatte das finanzielle Aus am Abend zuvor bereits eine der Hauptdarstellerinnen, Jennifer Siemann, auf ihrem Instagram-Account: "Ich habe soeben die Nachricht bekommen, dass unser Musical @nbisschenfriedenmusical Insolvenz angemeldet hat", schrieb die Künstlerin am Dienstagabend. "Der Grund des Desasters hat viele Gesichter. Ich hatte mich schon gewundert, warum meine Gage komplett ausblieb."

Der Theaterchef bestätigte, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch kein Geld bekommen hätten. Das bedaure er, so DeMarco. Ob die Darsteller aus der Insolvenzmasse noch Geld zu erwarten haben, war noch unklar.

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