Holland

Weltberühmter Keukenhof darf nicht öffnen

Die Tulpenfelder sind nach wie vor ein großer Touristenmagnet der Niederlande. Der Keukenhof als Inbegriff für diese Pracht muss vorerst dicht bleiben.
Shutterstock
Die Tulpenfelder sind nach wie vor ein großer Touristenmagnet der Niederlande. Der Keukenhof als Inbegriff für diese Pracht muss vorerst dicht bleiben.

Schlechte Nachrichten für Blumenfreunde und die niederländischen Tulpenzüchter: Hollands Regierung verbietet es dem Keukenhof – dem internationalen Schaufenster des Gartenbaus – zu öffnen. Die Betreiber reagieren enttäuscht.

Wegen der Pandemie blieben und bleiben deutsche wie holländische Züchter auf vielen Millionen Blumen sitzen und müssen diese vernichten, statt sie verkaufen zu können. Nun ereilt die Betreiber der weltgrößten jährlichen Blumenausstellung Keukenhof eine weitere schlechte Nachricht: Die 50 Fußballfelder große Anlage darf nicht wie geplant zum 20. März eröffnen.

In Holland gilt anders als in Deutschland nach wie vor ein strikter Lockdown, in den die Regierung in Den Haag nun auch den Keukenhof einbezieht.

In der vergangenen Periode habe der Keukenhof alle Vorbereitungen getroffen, um den berühmten Blumenpark in diesem Jahr öffnen zu können, teilen die Betreiber mit. So sei der Hof schon seit langem mit verschiedenen Regierungsbehörden im Gespräch und sei überzeugt, dass er für die Besucher auf sichere Weise geöffnet werden könne.

"Bedauerlicherweise wurde uns nun mitgeteilt, dass wir trotz aller getroffener Maßnahmen am 20. März nicht für die Besucher öffnen dürfen", heißt es in einer Mitteilung. Dabei sei geplant gewesen, den Keukenhof in diesem Jahr nur noch als Wanderpark zu betreiben, in dem die Besucher die Tulpenfelder unter freiem Himmel hätten genießen können. Alle Gebäude wären geschlossen geblieben, nur eine begrenzte Personenanzahl sei erlaubt gewesen.

"Die Tatsache, dass der Keukenhof in diesem Jahr erneut nicht öffnen darf, ist für alle Beteiligten eine große Enttäuschung", sagt Geschäftsführer Bart Siemerink. "Unter Berücksichtigung aller Corona-Regeln ist es vollkommen sicher, im Keukenhof spazieren zu gehen."

Bereits im vergangenen Jahr durfte der Park nicht öffnen, damals begann die Corona-Pandemie gerade. "Dieses Jahr sind wir vollkommen auf Corona vorbereitet und daher ist es unverständlich, dass man in jedem Park in den Niederlanden spazieren gehen darf, nur nicht im Keukenhof."

Die Betreiber hätten ein Jahr lang an der Vorbereitung gearbeitet. Neben der Enttäuschung, dass sich die Tore am 20. März nicht öffnen dürfen, habe das auch enorme finanzielle Folgen – sowohl für den Keukenhof selbst als auch für viele Unternehmen, die als Zulieferer, im Gartenbau oder im Tourismus beteiligt seien. Er arbeitet mit 700 Blumenzwiebel- und Blumenfirmen zusammen.

Die 72. Keukenhof-Saison läuft noch bis zum 9. Mai. Im Jahr 2019 besuchten noch 1,5 Mio. Menschen den Keukenhof, davon 20 Prozent aus den Niederlanden (300.000) und 80 Prozent aus dem Ausland, vor allem aus Deutschland. Sobald die Möglichkeit der Öffnung bestehe, werde der Keukenhof öffnen, heißt es.
Kommentare

Sie müssen sich einloggen oder registrieren, um kommentieren zu können.

Mehr zum Thema
stats