Griechenland

Wrack der Britannic für Taucher freigegeben

Das Hospitalschiff HMHS Britannic war das dritte und letzte Schiff der Olympic-Klasse und wurde wie ihre Schwesterschiffe Titanic und Olympic in Belfast gebaut. Hier ist sie mit dem kleineren Hospitalschiff Galeka zu sehen, das während des Ersten Weltkriegs schon knapp einen Monat vorher durch eine deutsche Seemine zerstört wurde.
UK Army, Public domain, via Wikimedia Commons
Das Hospitalschiff HMHS Britannic war das dritte und letzte Schiff der Olympic-Klasse und wurde wie ihre Schwesterschiffe Titanic und Olympic in Belfast gebaut. Hier ist sie mit dem kleineren Hospitalschiff Galeka zu sehen, das während des Ersten Weltkriegs schon knapp einen Monat vorher durch eine deutsche Seemine zerstört wurde.

Hobbytaucher können die Britannic – das Schwesterschiff der legendären Titanic und der Olympic – in der Ägäis besichtigen.

Die Taucherlaubnis für die Britannic und weitere zehn Schiffe in der Ägäis werde nunmehr unbürokratisch und elektronisch gegeben, teilte das griechische Kulturministerium am Freitag. Die Taucher dürfen aber nur die Wracks sehen und Fotos oder Videos machen. Nichts darf aus den Wracks gehoben werden, hieß es.

In Griechenland wird das Tauchen, um Wracks zu besichtigen, aus Angst vor Entwendung antiker oder anderer geschichtlich wichtiger Gegenstände streng überwacht. Eine Erlaubnis wird nur nach monatelangen Kontrollen durch das Kulturministerium in Athen gegeben. Unerlaubtes Tauchen wird mit hohen Geld- und Haftstrafen bestraft.

Die Britannic war eines der größten Schiffe, die während des Ersten Weltkriegs untergingen. Im November 1916 sollte die zum Lazarettschiff umgebaute Britannic verwundete britische Soldaten aus dem Marinestützpunkt Moudros auf der Ägäisinsel Limnos holen. Dabei lief sie vermutlich auf eine deutsche Mine auf und ging nach etwa einer Stunde unter.

Der Großteil der 1100-köpfigen Besatzung konnte sich – anders als bei der Titanic – rechtzeitig in die Rettungsboote flüchten und erreichte die nahe gelegene Insel Kea. 30 Menschen kamen ums Leben, als eine der Schiffsschrauben ein Rettungsboot zertrümmerte.

Der französische Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau hatte das Wrack der Brittanic Mitte der 1970er Jahre als erster entdeckt und gefilmt.

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