Gesetz verabschiedet

Spanien plant Visum für digitale Nomaden

Die Plaza Santa Ana in Madrid
Turespaña
Die Plaza Santa Ana in Madrid

Digitale Nomaden verknüpfen das Reisen und das Arbeiten miteinander. Nun kommt Spanien dieser Gruppe mit einem Sondervisum entgegen.

Das spanische Parlament hat am 7. November ein neues Gesetz für Start-ups und digitale Nomaden verabschiedet, das regelt, wer Anspruch auf ein Sondervisum hat. Das Gesetz sieht vor, die Körperschaftssteuer für diese Kategorien in den ersten vier Jahren ihres Aufenthalts in Spanien von 25 auf 15 Prozent zu senken.

Das Visum kann jeder EU-Bürger und Bürger aus Drittstaaten in Anspruch nehmen, der in den vergangenen vier Jahren keinen festen Wohnsitz in Spanien gehabt hat. Digitale Nomaden können von dem festgelegten 15-prozentigen Steuersatz profitieren, der auf die ersten vier Jahre ihres Aufenthalts begrenzt ist. Sie dürfen sich mit dem Sondervisum bis zu fünf Jahre in Spanien aufhalten.

Bis Ende des Monats wird erwartet, dass die Regierung die genauen Anforderungen und Bedingungen für digitale Nomaden festlegt, einschließlich des Mindestbetrags, den sie verdienen müssen. Es wird erwartet, dass der Betrag bei etwa 2000 Euro pro Monat liegen wird.

Das Gesetz wurde von 177 Mitgliedern bei 75 Enthaltungen und 88 Gegenstimmen angenommen und soll in den kommenden Wochen ohne große Diskussionen im Senat ratifiziert werden. Die meisten Enthaltungen kamen von der Partei Vox und den katalanischen Parteien Junts und ERC, während die PP-Abgeordneten gegen das Gesetz stimmten.

Mit dem Gesetz will das Land nicht nur digitale Nomaden, sondern auch Geschäftsleute und Unternehmer anziehen.

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