Geschäft mit Dokumenten

Zwei Festnahmen wegen Fälschung von Schengen-Visa

Visa-Fälschungen nehmen offenbar zu.
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Visa-Fälschungen nehmen offenbar zu.

Erlebt das Geschäft mit der Fälschung von Schengen-Visa eine Renaissance? Diesen Eindruck bekommt man, wenn man sich die jüngsten Fälle vergegenwärtigt.

Zwei Personen wurden festgenommen, nachdem herauskam, dass sie gefälschte Schengen-Visa für Dritte besorgt haben, die zu Arbeitszwecken illegal in die EU einreisen wollten. Den beiden mutmaßlichen Tätern wird auch Menschenhandel vorgeworfen. Sie sollen indische Staatsbürger sein. Aus den Ermittlungen der indischen Behörden geht hervor, dass sie hauptsächlich Visa für diejenigen besorgten, die illegal nach Spanien einreisen wollten.

Außer für Spanien besorgten sie auch für andere EU-Staaten gefälschte Schengen-Visa. Ähnliche Fälle wurden auch früher gemeldet, aber sie betrafen nicht unbedingt Personen, die an Gruppen beteiligt waren, die irreguläre Bewegungen erleichterten. Dabei sollen vier Personen bei der Beantragung eines deutschen Arbeitsvisums gefälschte Bildungsnachweise, Kontoauszüge und Einkommensteuererklärungen eingereicht haben.

Zuvor beschwerte sich auch der deutsche Botschafter in Neu Delhi, Philipp Ackermann, über die Einreichung gefälschter Dokumente durch indische Studenten. Ackerman behauptete, dass bis zu 15 Prozent der von indischen Studenten gestellten Studentenvisum-Anträge aus gefälschten Dokumenten bestehen, berichtet "Schengen Visa News".

Vor ein paar Wochen sagte Ackermann, dass es derzeit etwa 30.000 indische Studenten gebe, und enthüllte, dass einige von ihnen über gefälschte Dokumente ein deutsches Studentenvisum erhalten hätten.

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