Friedensprozess

Kolumbien erwartet mehr Touristen

Der Norden Kolumbiens ist bekannt für seine Plantagen – dort wird vor allem Kaffee angebaut.
Procolombia
Der Norden Kolumbiens ist bekannt für seine Plantagen – dort wird vor allem Kaffee angebaut.

Gelingt es, den Friedensprozess in dem südamerikanischen Land noch zu einem offiziellen Abschluss zu bringen, dürfte das auch den Tourismus weiter ankurbeln. Das Land erwartet bei Frieden fast ein Drittel mehr Touristen.

Für den Tourismus in Kolumbien läuft es gut. Veranstalter glauben, dass daran auch der Volksentscheid nichts ändert, bei dem der Friedensvertrag zwischen der Regierung und den Farc-Rebellen abgelehnt wurde. Kolumbiens Regierung hat den Waffenstillstand mit der Guerillagruppe nun bis zum Ende des Jahres verlängert. Ziel ist, den Friedensprozess doch noch zu einem offiziellen Abschluss zu bringen.

Das soll auch den Tourismus weiter ankurbeln. Bei Frieden mit den Guerillagruppen rechnet das Land mit bis zu 30 Prozent mehr Touristen. Das geht aus Schätzungen des Handels- und Tourismusministeriums hervor, die von der Zeitung „El Tiempo“ veröffentlicht wurden. Schon 2015 sei der Sektor wegen der Friedensverhandlungen und des starken Rückgangs an Kampfhandlungen um 6,6 Prozent gestiegen. Besuchten 2007 noch 2,2 Millionen Ausländer Kolumbien, waren es 2015 bereits 4,4 Millionen. Auch während jahrezehntelanger Konflikte unzugängliche Regionen können nach einem Friedenspakt besucht werden. (dpa/HD)

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