EZB-Bericht

Erholung des EU-Tourismus verlangsamt sich

Die Europäische Zentralbank (EZB) äußert sich zur Lage des Tourismus in der Eurozone.
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Die Europäische Zentralbank (EZB) äußert sich zur Lage des Tourismus in der Eurozone.

Der Tourismus in der Eurozone erlebte im Frühjahr und Sommer 2022 ein spürbares Comeback. Doch dieser Trend flaut jetzt ab.

Das geht aus einem Datenbericht hervor, den Tobias Schuler, Hannah-Maria Hildenbrand und Martina di Sano, die allesamt für die Europäische Zentralbank (EZB) tätig sind, vorgelegen.

Energie ist laut der Forscher einer der Faktoren, die Bewegungen bei den Input-Preisen im Tourismus antreiben. Als wesentlicher Treiber des Anstiegs können die Energieimportpreise angesehen werden.

Die Erzeugerpreise beim Tourismus erreichten früher im Jahr 2022 ihren Höchststand. Obwohl die Verbraucherpreisdynamik für Beherbergungsdienstleistungen immer noch stark ist, könnte sie beginnen, sich zu verlangsamen. Der harmonisierte Verbraucherpreis-Index (HVPI) für Beherbergungsleistungen hinkt tendenziell etwas hinter den von den Einkaufsmanagern gemeldeten Preissteigerungen im Tourismus- und Freizeitbereich hinterher. Laut EZB deuten beide Maßnahmen darauf hin, dass der Preisdruck möglicherweise seinen Höhepunkt erreicht hat. Der HVPI wurde in der EU entwickelt, um Preisänderungen international vergleichen und zu einer Gesamtinflationsrate für Europa und der europäischen Währungsunion zusammenfassen zu können.

Die EZB-Forscher prognostizieren, dass aufgrund des nachlassenden Reisenachholbedarfs, sinkender Realeinkommen, steigender Unsicherheit und höherer Preise die Nachfrage nach Tourismus- und Freizeitangeboten in den kommenden Monaten gedämpft werden könnte. Sie sind der Ansicht, dass die Daten auf einen hohen, sich aber allmählich stabilisierenden Preisdruck in der Tourismus- und Erholungsbranche hindeuten.

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