DRV fvw Destination Forum

Armenien fasziniert die Reiseprofis

Nirgendwo hat das Christentum so viele Spuren hinterlassen wie in Armenien. Jahrhunderte alte Klöster begegnen Besuchern auf Schritt und Tritt.
FVW Medien/OG
Nirgendwo hat das Christentum so viele Spuren hinterlassen wie in Armenien. Jahrhunderte alte Klöster begegnen Besuchern auf Schritt und Tritt.

70 Teilnehmer – darunter 60 aus Reisebüros und von Veranstaltern – tourten beim DRV fvw Destination Forum fünf Tage lang durch Armenien. Eine touristisch wenig bekannte Region, welche die Branchenprofis ins Schwärmen brachte.

Ginge es nach den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des DRV fvw Destination Forums, dann würden sie am liebsten sofort in ihre Reisebüros stürmen und Armenien verkaufen – als Top-Destination, die sie bei dieser Reise durch den kleinen Kaukasus-Staat kennengelernt haben.

DRV fvw Destination Forum: Reisebranche tourt durch Armenien



Die spannende jahrtausendalte Geschichte, das christliche und vorchristliche Kulturerbe, das einem auf Schritt und Tritt begegnet, die faszinierenden, bis zu 5000 Meter hohen Landschaften des Kaukasus-Gebirges und vor allem die Herzlichkeit der Menschen: Der Workshop-Tag, der traditionell den Abschluss des DRV fvw Destination Forums bildet, geriet zu einer einzigen Liebeserklärung an Land und Leute. Manch einem Reisebüro-Vertreter kamen sogar die Tränen, als er von den Begegnungen mit den Menschen vor Ort berichtete.

Armenien? Tatsächlich gehört das Land – obwohl Osteuropa – zu den nach wie vor unentdeckten Perlen auf der touristischen Weltkarte. Viele haben den Namen schon gehört, erinnern sich an das schreckliche Erdbeben von 1988 mit mehr als 25.000 Toten oder an den Krieg mit dem islamischen Nachbarstaat Aserbaidschan um die Provinz Berg Karabach. Das Positive jedoch ist kaum bekannt.

So groß wie Brandenburg

Das erfuhren die Reiseprofis auf insgesamt acht unterschiedlichen Touren durch das kleine Land (so groß wie Brandenburg mit nur 2,5 Mio. Einwohnern). Sie standen unter den unterschiedlichsten Überschriften: Kultur, Natur, Outdoor, Abenteuer, Kulinarik.

Lernten die einen die raue, zerklüftete, steinige und zu 80 Prozent unfruchbare Natur Armeniens kennen, erwanderten die Steppenlandschaft und stiegen auf bis zu 2600 Meter Höhe, nahmen andere die erstaunlich gut erhaltenen, bis zu 2000 Jahre alten Relikte der Vergangenheit in Augenschein.

Vor allem Kirchen, Klöster und Kreuzsteine (ein Nationalsymbol Armeniens), die davon zeugen, dass sich der Kaukasus-Staat als erster überhaupt im Jahre 301 zum Christentum bekannte. Noch heute gehören 95 Prozent der Bevölkerung der Armenisch-Apostolischen Kirche an, die mit der Stadt Etschmiadzin über ein eigenes Jerusalem verfügt.
Typisch armenische Landschaft
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Typisch armenische Landschaft

Armenien ist aber auch das Heimatland der Aprikose (lateinisch Prunus armeniaca), die dort überall verkauft wird, es ist gemeinsam mit Georgien die Wiege des weltweiten Weinanbaus, es ist ein Land praktisch ohne Kriminalität (Frauen können sich gefahrlos allein durch die Nacht bewegen), und es ist voll mit Menschen, die trotz ihrer Armut (Durchschnittslohn: 350 Euro) jeden Gast reichlich bewirten, selbst gern und ausgiebig schlemmen. Vor allem die tragische Geschichte des Volkes und des Landes, das einst zehnmal so groß war wie heute, schweißt die Menschen in besonderem Maße als Nation zusammen.

Von den insgesamt zehn Millionen Armeniern leben heute oder lebten 7,5 Millionen außerhalb ihres Landes, viele sind nach den schrecklichen Ereignissen von 1915 aus Armenien geflohen. Zu den bekanntesten armenischen Persönlichkeiten in der Diaspora gehören der 2018 verstorbene Sänger Charles Aznavour, die Sängerin Cher, der Tennisspieler André Agassi oder der Boxer Arthur Abraham.

Man könnte noch viele Dutzend weitere Punkte anführen, die Armenien vom Reise-Geheimtipp zu einem Verkaufsschlager werden lassen könnten. Ausgiebig wurde darüber auf dem Workshop-Tag diskutiert, über den wir in der kommenden Ausgabe von fvw|TravelTalk ausführlich berichten werden. Immerhin: So viele Flugverbindungen wie seit wenigen Wochen gab es noch nie, ab Deutschland und Österreich fliegen Austrian, Lufthansa, Eurowings und Condor.

Und erste Eindrücke vom Trip wird bereits Anfang der kommenden Woche eine Fotogalerie auf fvw.de liefern. Auch der DRV hat berichtet.

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