Drogen und Sextourismus

Amsterdam startet Kampagne gegen "lästige Touristen"

Das Rotlichtviertel von Amsterdam ist eine große Touristen-Attraktion.
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Das Rotlichtviertel von Amsterdam ist eine große Touristen-Attraktion.

Amsterdam will sein Image als Kultur-Reiseziel verbessern. Der Konsum von Drogen soll eingeschränkt und das "Erotikzentrum" an den Stadtrand verlegt werden.

Amsterdam will die touristische Struktur offenbar neu aufstellen. Die Stadt startet eine Werbekampagne gegen Touristen, die ausschließlich wegen Sex, Drogen und Alkohol nach Amsterdam kommen.

Die Stadtverwaltung befürchtet, dass die touristische Aktivität im Rotlichtviertel, das für seine legalisierten Bordelle und Schaufensterauslagen von Sexarbeiterinnen bekannt ist, eine vulgäre und voyeuristische Atmosphäre schafft. Die Anwohnerinnen und Anwohner beschweren sich zudem durchgehend über betrunkene Touristen und lautstarke Junggesellenabende.

Sofyan Barki, Vize-Bürgermeister von Amsterdam, erklärte laut "The Times": "Ziel der Abschreckungskampagne ist es, Besucher fernzuhalten, die wir nicht wollen. Wenn wir die Stadt lieben, müssen wir jetzt handeln." Barki strebt an, den Fokus auf den Kultur-Tourismus zu legen, zumal die Stadt über zahlreiche Denkmäler und Museen verfüge.

Einige dieser Pläne umfassen die Verlegung des Rotlichtviertels und die Verlegung von etwa 100 Bordellfenstern aus dem Stadtzentrum in ein mehrstöckiges "Erotikzentrum" am Stadtrand, die Einschränkung von Junggesellenabschieden und Kneipentouren sowie ein Verbot des Rauchens von Cannabis auf den Straßen im Zentrum der Stadt. Der Verkauf von Marihuana soll nur an den Werktagen erlaubt sein und es sollen noch weitere Einschränkungen hinzukommen, die den Konsum von Drogen und Alkohol einschränken.

Ob die Pläne Wirklichkeit werden, ist noch ungewiss, aber die ersten Vorschläge werden dem Amsterdamer Stadtrat am 21. Dezember vorgelegt.

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