Deutsche Küsten

Umweltbundesamt sieht starke Vermüllung

Reichlich Plastik wird an vielen Stränden angespült.
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Reichlich Plastik wird an vielen Stränden angespült.

Die Müllbelastung an den deutschen Küsten ist dem Umweltbundesamt (UBA) zufolge besorgniserregend. Auch der Tourismus trägt dazu bei.

In der Nordsee und an deren Küstenabschnitten habe es im Vergleich zum Jahr 2012 „keine signifikant abnehmenden Trends“ beim Meeresmüll gegeben, heißt es nach einem Bericht der Funke Mediengruppe in einem Faktenpapier des Umweltbundesamtes. An den Stränden seien im Durchschnitt 389 Müllteile auf 100 Metern gefunden worden.

Der ganz überwiegende Teil sei Plastik, aber auch Glas, Gummi oder verarbeitetes Holz. Dafür verantwortlich seien unter anderem die Fischerei sowie Tourismus- und Freizeitaktivitäten. Auch an der erstmals untersuchten Ostseeküste hätten Forscher eine problematische Vermüllung festgestellt. Durchschnittlich seien hier rund 70 Teile auf 100 Meter Küstenlinie gefunden worden.

Alarmiert hätten sich die Forscher über die weite Verbreitung von Mikroplastik-Artikeln gezeigt. In Nord- und Ostsee untersuchte tote Fische hätten zu 69 Prozent solche Mikroplastik-Artikel aufgewiesen. „Meeresmüll ist eine Folge unserer heutigen Wegwerfgesellschaft und den vorherrschenden Produktions- und Konsummustern geschuldet“, sagte UBA-Meeresschutz-Expertin Stefanie Werner.

Die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer hatten unlängst in Bremen darauf gedrängt, gemeinsam gegen die Vermüllung der Meere vorzugehen. Nach Schätzungen von Umweltschützern befinden sich rund 140 Mio. Tonnen Plastik in den Weltmeeren. (dpa)

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