Deutsche Bundespolizei

Kaum Verstöße gegen neue Einreise-Testpflicht

Obwohl die neue Testpflicht kurzfristig eingeführt wurde, halten sich die meisten Reisenden daran. Das Bundespolizeipräsidium in Potsdam zieht eine erste positive Zwischenbilanz.

Lediglich in 616 Fällen habe die Bundespolizei bis Dienstag die Gesundheitsbehörden der Länder über fehlende oder fehlerhafte Nachweise informieren müssen. Bei insgesamt 155.000 kontrollierten Einreisenden entspricht das einem Anteil von 0,4 Prozent.

Seit Sonntag gelten neue Regeln, die am Freitagnachmittag von der Bundesregierung offiziell bekanntgegeben worden waren. Alle Menschen von mindestens zwölf Jahren müssen bei der Einreise nach Deutschland nachweisen können, dass sie entweder negativ auf das Coronavirus getestet, gegen Covid-19 geimpft oder genesen sind. Eine solche Vorgabe gab es zuvor schon für alle Flugreisenden. Jetzt gilt sie für alle Verkehrsmittel, also auch bei Einreisen per Auto oder Bahn. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Außerdem müssen Menschen, die aus einem Hochrisikogebiet oder einem sogenannten Virusvariantengebiet einreisen, eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Auch gegen diese Vorschrift verstießen nach Angaben der Bundespolizei nur wenige der am Sonntag und Montag kontrollierten Einreisenden. In etwa 100 von mehr 68.000 Fällen sei die Anmeldung nicht oder fehlerhaft ausgefüllt worden.

Bundespolizeipräsident Dieter Romann dankte den Reisenden, dass sie sich kurzfristig auf die Änderung der Einreiseverordnung eingestellt hätten. Den Beamtinnen und Beamten dankte er für "Kontrollen mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl".

Von den insgesamt 77.328 Kontrollen am Sonntag fanden die meisten an Flughäfen statt. Wie die Bundespolizei auf Anfrage mitteilte, wurden 5964 Einreisende an den Landgrenzen kontrolliert. 1089 Kontrollen gab es den Angaben zufolge an den Seegrenzen.

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