Corona-Risikogebiete

Die Testpflicht für Rückkehrer wackelt

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will eine Überarbeitung des Konzepts für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten.
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will eine Überarbeitung des Konzepts für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten.

Die Corona-Pflichttests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten könnten nach dem Sommer wieder abgeschafft werden. Zumindest wenn es nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht.

Demnach hat der Minister dpa-Recherchen zufolge einen entsprechenden Vorschlag seinen Amtskollegen aus den Ländern vorgelegt, den diese am Nachmittag in ihrer Schaltkonferenz besprechen. 

Dem Konzept zufolge, das der dpa in Auszügen vorliegt, sollen nach Ende der Sommerferien im ganzen Bundesgebiet die Regeln für die Rückkehr aus Risikoregionen überarbeitet werden. Zuletzt enden die Ferien Mitte September in Baden-Württemberg.


Statt Reisende aus Risikogebieten direkt bei der Einreise zum Test zu verpflichten, solle wieder primär eine Quarantänepflicht greifen. Die Quarantäne könne "nur durch ein negatives Testergebnis bei einer Testung nach frühestens fünf Tagen nach Einreise beendet werden", heißt es in dem Vorschlag. Einfließen sollten die Erfahrungen aus den letzten Wochen, auch mit Blick auf zunehmend begrenzte Testkapazitäten.

Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte am Montag, die Labore seien aktuell stark belastet, und es sei absehbar, dass das System dauerhaft an seine Grenzen stoße. "Klar ist auch, wenn wir wochenlang Volllast fahren in dem Bereich, werden wir Material- und Personalprobleme bekommen." Deshalb müsse man die Teststrategie entsprechend anpassen.

Seit Ende Juli können Urlauber sich kostenlos auf Corona testen lassen. Reisende, die aus einer zum Risikogebiet erklärten Region kommen, müssen das seit 8. August sogar tun, wenn sie keinen negativen Test vorweisen können. Auch das ist kostenlos.

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