Bundesgesundheitsminister

Karl Lauterbach stellt Lockerungen in Aussicht

In Österreich gilt seit Samstag die EU-weit strengste Impfpflicht.
Imago Images / Martin Wagner
In Österreich gilt seit Samstag die EU-weit strengste Impfpflicht.

Lockerungen der Corona-Beschränkungen dürften trotz hoher Infektionszahlen näher rücken. Aber wie und wann und wo? Derweil führt Österreich eine strenge Impfpflicht ein.

Gut eine Woche vor der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach baldige Lockerungen von Corona-Beschränkungen in Aussicht gestellt. "Ich glaube, dass wir deutlich vor Ostern lockern werden. Davon bin ich fest überzeugt", sagte er der "Bild". Ostern ist in diesem Jahr Mitte April.

Für den 16. Februar ist das nächste Spitzengespräch zwischen den Länderchefs und Chefinnen sowie Bundeskanzler Olaf Scholz geplant. Dort könnten bundesweite Lockerungen vereinbart werden. Am 24. Januar hatten sich Bund und Länder darauf verständigt, "Öffnungsperspektiven" zu entwickeln, sobald eine Überlastung des Gesundheitssystems ausgeschlossen werden kann.

Hessen lockert bereits von heute an seine Corona-Beschränkungen und beendet die 2G-Regel im Einzelhandel, in Schleswig-Holstein steht dieser Schritt am Mittwoch an. Baden-Württemberg arbeitet an einem Lockerungsplan für die Corona-Beschränkungen, der womöglich Ende Februar greifen könnte.

Derweil gilt in Österreich seit Samstag mit wenigen Ausnahmen eine Corona-Impfpflicht für alle Einwohner über 18 Jahren. Es ist die strengste Regelung innerhalb der Europäischen Union. Nach einer Übergangszeit drohen Impfverweigerern Geldstrafen. Andere europäische Länder haben bislang lediglich eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen beschlossen.

In Deutschland sollen Beschäftigte in Einrichtungen wie Kliniken, Pflegeheimen und Arztpraxen bis Mitte März geimpft sein. Es wird aber seit Wochen auch über eine allgemeine Impfpflicht diskutiert.

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