Bundeswirtschaftsministerium (Update)

Verlängerung der Überbrückungshilfen geplant

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will eine Verlängerung der Hilfen für das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie für den Messe- und Event-Bereich.
BMWi/Susanne Eriksson
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will eine Verlängerung der Hilfen für das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie für den Messe- und Event-Bereich.

Die Corona-Überbrückungshilfen für Unternehmen könnten bis 30. Juni 2021 verlängert werden. Nach derzeitigem Stand laufen sie zum Jahresende aus.

Nach Informationen der Funke Mediengruppe aus dem Haus von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sollen die laufenden Überbrückungshilfen für Unternehmen bis Mitte des Jahres 2021 verlängert werden. Der Deutschen Presse-Agentur wurden derartige Überlegungen von Insidern bestätigt. 


Demnach habe das Ministerium vor allem Verbesserungen für das Hotel- und Gaststättengewerbe im Blick. Weitere Unterstützung sollen aber auch die Veranstaltungsbranche sowie die Messe-und Ausstellungswirtschaft bekommen.

(Update) Konkret wird an verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten, Tilgungszuschüsse und Elemente eines Unternehmerlohnes gedacht – erstattet werden bisher fixe Betriebskosten wie Mieten oder Pachten. Wirtschaftsverbände hatten deswegen beklagt, viele Hilfen kämen etwa bei Selbstständigen nicht an. Weiter gehe es um Modernisierungs- und Zuschussprogramme für Renovierungen während der auftragslosen Zeit, hieß es.

Die spezifischen Hilfen sollen für Unternehmen gelten, die besonders hart von derzeit geltenden oder künftig verschärften Corona-Maßnahmen betroffen sind. So sollen Tilgungskosten als Kosten in der Überbrückungshilfe geltend gemacht werden können. Dies könne etwa einem Soloselbständigen helfen, wenn er auch diese Kosten geltend machen könne.


Altmaier reagiert mit den geplanten Nachbesserungen auch auf anhaltende Kritik von Wirtschaftsverbänden an den Hilfsprogrammen. Die Maßnahmen sollen nun beim Corona-Gipfel von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder diskutiert werden. Anschließend sollen sie innerhalb der Bundesregierung abgestimmt werden.

Für die Überbrückungshilfen hatte der Bund 25 Mrd. Euro eingeplant. Davon sind nach aktuellem Stand laut Wirtschaftsministerium aber erst 1,1 Mrd. Euro bewilligt worden.

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