Bundestagswahl

Touristik kritisiert Wachstumshemmnisse

Vor der Bundespressekonferenz stellten DRV-Präsident Norbert Fiebig (zweiter von links) und BTW-Präsident Michael Frenzel (zweiter von rechts) ihre Forderungen an die Politik vor.
BTW/Svea Pietschmann
Vor der Bundespressekonferenz stellten DRV-Präsident Norbert Fiebig (zweiter von links) und BTW-Präsident Michael Frenzel (zweiter von rechts) ihre Forderungen an die Politik vor.

Kurz vor der Bundestagswahl äußern die BTW- und DRV-Präsidenten ihre Wünsche an die Politik. Die deutsche Tourismusbranche fordert ein Ende wachstumshemmender Belastungen.

„Wir gehören nicht mehr zu den Turbomotoren der deutschen Wirtschaft, obwohl die Reisefreude der Deutschen es weiter zuließe“, sagte der Präsident des Bundesverbands der deutschen Tourismuswirtschaft, Michael Frenzel, in Berlin. Sorgenkind seien – unabhängig von der Insolvenz von Air Berlin – die deutschen Fluggesellschaften, deren Anteil auf dem Heimatmarkt sinke. Die seit 2011 fällige Ticketsteuer für Starts von deutschen Flughäfen müsse abgeschafft werden. Als Damoklesschwert schwebe eine mögliche Autobahnmaut für Fernbusse über der Branche.

Mit Blick auf Gespräche der Lufthansa und anderer Interessenten über eine Übernahme von Geschäftsteilen von Air Berlin sagte Frenzel, er sehe die Gefahr einer Monopolisierung als gering an. Darauf würden die Wettbewerbsbehörden stark achten. Die Zeiten großer nationaler Carrier seien ohnehin vorbei.

Das Geschäft mit dem lange beliebten Reiseziel Türkei sieht die Branche mit Sorge, wie der Präsident des Deutschen Reise Verbands, Norbert Fiebig, deutlich machte. Buchungen gingen seit drei Jahren deutlich zurück. Neben Sicherheitsgedanken spiele dabei zusehends eine Rolle, dass Kunden die politische Entwicklung kritisch sehen. Bedauerlich sei, dass vor allem Familien ein Ziel mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis verloren gehe. Verlagerungen in andere Destinationen führten dazu, dass dort auch höhere Preise entstünden. (dpa)

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