Bilanz und Ausblick

Wie Österreich Werbung jetzt den Erfolg sucht

Lisa Weddig, Geschätsführerin Österreich Werbung: "Wir sind noch weit von der Normalität entfernt."
Österreich Werbung/Christian Lendl
Lisa Weddig, Geschätsführerin Österreich Werbung: "Wir sind noch weit von der Normalität entfernt."

Auch Österreich hat bei den Übernachtungszahlen noch aufzuholen gegenüber der Zeit vor Corona, auch wenn ein Monat 2021 für eine positive Überraschung sorgte.

"Auch nach zwei Jahren Pandemie muss man leider sagen: Wir sind noch weit von der Normalität entfernt", räumt Lisa Weddig, Geschäftsführerin der Österreich Werbung, mit Blick auf 2021 ein. Knapp 80 Mio. Übernachtungen konnte Österreich im Vorjahr verbuchen. Das sind 48 Prozent weniger als im Vorkrisenjahr 2019. 

Doch wenn man die vergangenen zwei Jahre betrachte, schloss Österreich im internationalen Vergleich deutlich besser ab. "Der August 2021 war mit 20,8 Mio. Übernachtungen sogar der beste August aller Zeiten", stellt Weddig fest.


Trotz der bekannt widrigen Umstände durch Corona kamen die österreichischen Ziele im vergangenen Dezember auf 50 Prozent der Übernachtungen verglichen mit 2019. Der Januar 2022 verlief zwar schwach, aber die Buchungen hätten in der zweiten Monatshälfte vor allem aus Großbritannien und den Niederlanden kräftig angezogen.

Eine Umfrage der ÖW in Deutschland, dem größtem Auslandsmarkt, zeige, dass 54 Prozent der Befragten diesen Winter noch planen oder erwägen zu verreisen, wobei Österreich bei 43 Prozent als Ziel infrage komme.

Verlierer sind der Städtetourismus und die Tagungsbranche, die wohl am längsten benötigen werden, um an das Vorkrisenniveau anzuschließen, heißt es.

Für das Urlaubsgeschäft im Sommer seien die Vorzeichen gut. Die Ziele verzeichneten steigende Buchungszahlen. 

Die Österreich Werbung wird die Erholung des Tourismus mit diversen Werbekampagnen unterstützten. Neben den üblichen Saison-Kampagnen stehen die Themen Kulinarik, Radreisen sowie der Städtetourismus und die Tagungsbranche im Mittelpunkt. So werde das Budget für Städte um 25 Prozent erhöht und das Convention-Budget gegenüber 2020 verdoppelt.

Insgesamt 20 Mio. Euro sind für die Kommunikationsoffensive eingeplant.

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