Berliner Flughäfen

Mehdorn für Tegel-Weiterbetrieb

Berlins ehemaliger Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn hält den Airport Tegel auch nach BER-Eröffnung für durchaus profitabel.
Berliner Flughäfen/Günter Wicker
Berlins ehemaliger Flughafen-Chef Hartmut Mehdorn hält den Airport Tegel auch nach BER-Eröffnung für durchaus profitabel.

Der ehemalige Chef der Flughafen-Gesellschaft Berlin-Brandenburg sowie der Air Berlin, Hartmut Mehdorn, spricht sich für einen dauerhaften Weiterbetrieb des Flughafens Tegel aus. Als Business- und Regierungs-Airport könne dieser schwarze Zahlen schreiben.

Grundsätzlich sei ein profitabler Betrieb möglich, anders als es die Flughafen-Gesellschaft behaupte, sagte Mehdorn der „Welt am Sonntag“.

Nach seinem Konzept sollte die Flugbereitschaft der Bundesregierung in Tegel bleiben, dann wäre der Umzug nach Schönefeld nicht nötig. Hinzu könnten kleine Geschäftsmaschinen zwischen 16 und 30 Tonnen Gewicht kommen, die – begrenzt durch ein Flugverbot zwischen von 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens – die Lärmbelastung für die Anwohner erträglich halten sollten. Damit, so Mehdorn, wäre Tegel trotz nötiger Investitionen profitabel zu betreiben.

Die Berliner stimmen am Tag der Bundestagswahl am 24. September auch über einen Appell an den Senat ab, die geplante Schließung des Flughafens Tegel zu stoppen. Nach Aussage des Berliner Finanzsenators Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) ist Tegel nach Eröffnung des Hauptstadt-Flughafens BER nicht mehr profitabel. Insgesamt würde der Weiterbetrieb rund 250 Mio. Euro pro Jahr kosten. (dpa)

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