Auch Testpflicht entfällt

Marokko streicht Impfnachweis für Einreise

Marrakesch ist ein beliebtes Reiseziel im Landesinnern von Marokko.
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Marrakesch ist ein beliebtes Reiseziel im Landesinnern von Marokko.

Für die Einreise in das nordafrikanische Land reicht eine ausgefüllte Gesundheitserklärung. Wer in Marokko allerdings im Hotel übernachtet oder ein Restaurant besuchen will, benötigt in der Regel weiterhin einen gültigen Impfnachweis.

Die Einreise nach Marokko ist nach dem derzeitgen Kenntnisstand unter folgenden Voraussetzungen möglich:
• Vorlage des ausgefüllten "Fiche Sanitaire", das online heruntergeladen werden kann. Aktuelle Informationen finden Sie auf der Website der Nationalen Flughafenbehörde ONDA (Office National des aéroports).
• Die Vorlage eines Impf- oder Testnachweises für die Einreise nach Marokko ist erfahrungsgemäß nicht mehr erforderlich.

Doch Vorsicht: Im Land selbst – etwa in Hotels oder Restaurants – kann die Vorlage eines Impfnachweises nach wie vor verlangt werden. Verbindliche Informationen zu den Voraussetzungen zur Gültigkeit und Anerkennung von Impfnachweisen liegen allerdings nicht vor.

Ein Impfzertifikat wird nach derzeitigem Kenntnisstand als gültig anerkannt, wenn es den marokkanischen Gültigkeitsstandards entspricht, das heißt, wenn es den Erhalt der Auffrischungsimpfung (dritte Dosis) bestätigt. Die Grundimmunisierung wird nur noch verlässlich anerkannt, wenn die letzte Impfung nicht mehr als vier Monate zurückliegt. Die Impfung mit Johnson & Johnson zählt dabei als zwei Dosen.

Kinder zwischen 12 und 18 Jahren gelten als vollständig geimpft, sofern sie zwei Dosen eines anerkannten Impfstoffes erhalten haben (Nachweis über Impfpass erforderlich). Verbindliche Auskünfte zur Anerkennung von Impfnachweisen können aber nur die marokkanischen Behörden erteilen.

Ob ein Genesenen-Nachweis im Zusammenhang mit dem geltenden Impfregime des Wohnsitzlandes als ausreichend anerkannt wird, kann ebenfalls nicht verlässlich bestätigt werden. Für genauere Auskünfte hierzu muss man sich direkt an die zuständigen marokkanischen Behörden wenden.

Ausnahmen für Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, sind nicht bekannt.

Die Grenzübergänge in Ceuta und Melilla sind für EU-Bürger und Inhaber von Schengen-Visa geöffnet. Die Landesgrenze zu Algerien ist weiterhin geschlossen. Verlässliche Informationen zu den Möglichkeiten eines Grenzübertritts auf dem Landweg nach Mauretanien liegen nicht vor. Die deutsche Botschaft kann keine Bescheinigungen zur Vorlage bei marokkanischen Grenzstellen ausstellen.

Verbindliche Informationen, welche Unterlagen bei der Ausreise vorgelegt werden müssen, erteilen ausschließlich die jeweiligen Verkehrsgesellschaften und die marokkanischen Behörden. Reisende müssen sich zur Klärung möglicher Verbindungen und Beförderungsbestimmungen daher unmittelbar mit den Anbietern in Verbindung setzen. 

Bis zunächst noch zum 31. Oktober 2022 gilt in Marokko der Ausnahmezustand.

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